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Ministerbesuch an der renaturierten Dreisam

Die diesjährige Sommertour vom Landes-Umweltminister Franz Untersteller gelten naturnah umgestalteten Gewässer in Baden Württemberg. Anfang August besuchte er den in unserem Stadtgebiet liegenden Abschnitt der Dreisam zwischen Ottiliensteg und Sandfangbücke. Dieses Projekt wurde maßgeblich vom Bürgerverein beeinflusst.

Oberbürgermeister Horn, Regierungspräsidentin Schäfer, Umweltminister Untersteller, Bürgermeisterin Stuchlik, Dr. Friederich und Hans Lehmann vom Bürgerverein
Von links: Oberbürgermeister Horn, Regierungspräsidentin Schäfer, Umweltminister Untersteller, Bürgermeisterin Stuchlik, Dr. Friederich und Hans Lehmann vom Bürgerverein Foto: BV

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Jubiläums Dreisamhock vom 7. – 9. September 2018

Zum Jubiläum mit dem „Tag der Energie“ etwas Besonderes

Der Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee präsentiert zum diesjährigen Jubiläums- Dreisamhock am Veranstaltung-Samstag mit dem integrierten „Tag der Energie“ einen absoluten Veranstaltungs-Höhepunkt.

Thomas Oertl als Vorsitzender und sein damaliger Bürgervereins-Vorstand suchten vor zwanzig Jahren nach einer Befriedungsplattform der über den Bau des Stadttunnels-Ost ziemlich zerstrittenen Wiehre-Bürgerschaft. Das war die Geburtsstunde des Dreisamhocks. Traditionell im Biergarten der Stadtteil-Brauerei Ganter und traditionell in Zusammenarbeit mit den Betreibern der Wodanhalle.
Auch dieses Jahr dauert der Dreisamhock wieder 2 ½ Tage, auch dieses Jahr gibt es ein buntes und interessantes Programm aus Musik, Spiel, Spaß und Show für Groß und Klein, Jung und Alt. Auch die von den noch kleineren Kindern erwartete Hüpfburg wird es geben. Für Unterhaltung und Stimmung im Ganter-Biergarten sorgen Livemusiker, am Freitagabend Jazz mit den Hallelujah-Stompers, am Samstagabend Rock mit der Unit5-Band und am Sonntagmorgen nach dem ebenfalls traditionellen Ökumenischen „open- air“ Gottesdienst Unterhaltungsmusik mit Vadim Fedorov. Der Ausklang am Sonntag gegen 13.00 Uhr wird ebenfalls wie immer von einer Nudelsuppe oder Badischem Ochsenfleisch begleitet, das der Betreiber des Ganter-Biergartens, Gerhard Spieker und sein Team ebenso traditionell anbieten. (alles Weitere zum Dreisam-Hock auf der gegenüberliegenden Seite)

„Tag der Energie“ am Samstag

„Weniger ist mehr“, so lautet das Motto, aber auch die Zielsetzung unseres Samstag Hock-Tages. Die Chancen, dass auch die Besucher dieses Tages anschließend wissen, wie sie weniger Energie verbrauchen können ist groß, denn an Informationsständen auf dem Hockgelände erfährt man vielerlei hierrüber. Parallel zu den Infoständen gibt es hochkarätiges zu hören und zu sehen. Nach der Begrüßung um 12.15 Uhr startet ein Programm- Mix aus energiepolitischen Themen von Prof. Andreas Matzarakis und Prof. Ernst Ulrich von Weizäcker, witzig frisches von Dipl. Ing Ronny Meyer und Praxis umsetzbares von Dipl. Ing. Ingo Falk. Der Energietag endet mit einem „Speed-Talk“ in dem praxiserfahrene Energiespar-Fachleute über Sanieren und Energieeffizienz sprechen. Gegen 17.30 Uhr endet der „Tag der Energie“ und der Abend des Hocks lebt mit der Unit5 Revival- Rockband auf. (weitere Details auf der gegenüberliegenden Seite)

Finanzierung des Tags der Energie
Die Stadt Freiburg stellt den Bürgervereinen für ihre jeweiligen eingereichten Stadtteil-Entwicklung- Projekte (STELL) Gelder zur Verfügung, deren Umsetzung den Stadtteilbewohne`*innen zu Gute kommen sollen. Der in den Dreisam-Hock integrierte „Tag der Energie“ ist solch eine Veranstaltung, mit primärem Ziel, die Wiehre-Bevölkerung über einen „Ressourcen schonenderen Umgang mit Energie“ zu informieren und zur eigenen Umsetzung zu animieren.
Hans Lehmann, Theo Kästele, BV

Parkfläche Dreikönigstraße

Blaue Parkfläche in der Dreikönigstraße: Die Farbe ist nicht das Hauptproblem.

Leider hat der BZ Zeitungsartikel vom 27. Juni „Anwohner in der Wiehre streiten sich wegen schlumpfblauer Farbe“ vom eigentlichen Ziel des Bürgervereins, die stadtteilprägenden Vorgärten zu erhalten, vollkommen abgelenkt.

So nicht: Komplett als Parkfläche umgewandelter Vorgarten. Foto: Lehmann

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Rohrlager und Baggerarbeiten an der renaturierten Dreisam

Seit Anfang Juli lagern auf der Kartauswiese in der Höhe des Ottiliensteges Groß- Wasserrohre, kurz danach begann die Offenburger Tief- und Rohrleitungsfirma Klumpp mit Baggerarbeiten. Der Bürgerverein war nicht vorinformiert.

Wasserrohrlager auf der Kartauswiese Höhe Otiliensteg Foto: Lehmann
Ausbaggern sogenannter Start- und Zielgruben auf der Dreisamwiese.

Eine Anfrage bei Badenova wurde wie folgt beantwortet: „Das sind Rohre, die wir in die bestehende alte Rohleitung vom Wasserwerk Ebnet bis zum Schiebeschacht-Häuschen in der Höhe des UWC einziehen werden. Bei diesem Bauvorhaben wird das sogenannte Inlinerverfahren angewandt, in dem die neuen Rohre mit kleinerem Durchmesser in die bestehenden Durchmesser größeren Rohre eingezogen werden und dann Stück für Stück verschweißt werden. Dies geschieht in den einzelnen Start- und Zielgruben. Der Fertigstellungs- Zieltermin der Baumaßnahme ist Mitte August.“

Hans Lehmann, BV

Stadtteilgeschichten

Mein Freund der Baum: Beispielgebende Bepflanzungen von Baumscheiben in der Bleichestraße

Bäume bringen Natur in die Stadt. Straßenbäume spielen eine große Rolle bei der Regulation des Stadtklimas. Sie produzieren Sauerstoff, filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft, sorgen für eine Befeuchtung und Abkühlung durch ihre Verdunstungsleistung und spenden im Sommer Schatten. Hervorzuheben ist hierbei natürlich auch ihre Funktion als Refugium für verschiedenste Tierarten, wie Vögel, Insekten und Kleinsäuger.

Eine ökologische Baumscheibenbepflanzung verbessert die Standortbedingungen des Baumes und trägt wesentlich zur Artenvielfalt in der Stadt bei. Foto: Lehmann

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Knopfhäusle-Siedlung

Mit den vorbereitenden Untersuchungen wurde von der Stadt Freiburg das Büro „die STEG Stadtentwicklung GmbH“ beauftragt. Ein erstes Vorbereitungsgespräch mit Vertreter*innen der Stadt und der nicht selbst als Bauträger auftretenden Stadtentwicklungs- Firma STEG überzeugte den Bürgerverein über die Richtigkeit dieser Vergabe. Als erste Maßnahme wird die Stadt zusammen mit der STEG, dem Mieterbeirat der Stadtbau und dem Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Verlauf des Sanierungsverfahrens und zum Auftakt der vorbereitenden Untersuchungen organisieren. Diese Veranstaltung, zu der der Erste Bürgermeister von Kirchbach begrüßen wird, findet am Freitag, 22. Juni 2018, ab 17.15 Uhr in der alten Sporthalle der Emil-Thoma-Schule statt. Da diese Veranstaltung gut eine Woche vor dem Erscheinungstermin unseres Juli Bürgerblattes liegt, werden wir Sie hierüber in der August Ausgabe unseres BBL informieren.

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Das Gesicht der Wiehre wahren

Rund 120 Besucher kamen am 27. Februar in die Aula der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule in der Kirchstraße, um sich über die Möglichkeiten und Chancen einer Erhaltungssatzung für die Wiehre zu informieren

Gibt es keinen Denkmalschutz, keinen Bebauungsplan und keine Erhaltungssatzung, dann können Häuser kaum vor einem Abriss bewahrt werden. Dieses Schicksal traf in den letzten Jahren einige markante Häuser der Wiehre; sie wurden durch teils völlig von der Umfeld- Architektur abweichende Neubauten ersetzt. Auf Abriss-Einwände des Bürgervereins kam immer aus dem Baurechtsamt der lapidare Verweis auf rechtliche Restriktionen. Hauptargument war das unantastbare Eigentumsrecht, welches verhindere, dass die Stadt gegen solche Abrisse etwas unternehmen könne. Unsere Recherchen bei Städten mit vergleichbarer Struktur erbrachten andere Botschaften. Vor allem Heidelberg schafft es seit mehr als fünfzehn Jahren, mit Erhaltungssatzungen seine Stadtgebiete zu schützen. Das war für uns ein Signal, Annette Friedrich die dortige Leiterin des Stadtplanungsamts zu uns einzuladen.

Eine voll besetzte Aula der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule in der Kirchstraße Foto: B. Krieger

Wir erlebten eine charismatische, weil von Ihrer Botschaft überzeugte Stadtplanerin, die nicht nur einen fachlich hochinteressanten und anschaulich bebilderten Vortrag hielt, sondern im Anschluss an ihren Vortrag keiner der vielen Fragen vom Publikum oder vom Podium auswich. Ihre Botschaft war klar und eindeutig und immer pro Erhalt der alten (erhaltenswerten und nur dieser) Bausubstanz. Auf Nachfragen konnte sie durch Beispiele die Wichtigkeit von Erhaltungssatzungen untermauern. Diese haben sich bewährt, „radikale Bauanträge“ seien seither kaum noch eingegangen, weil die Bauherren das „Signal“ erkannt haben. Eine unglückliche Rolle nahm an diesem Abend der im Publikum sitzende ehemalige Baurechtsamtleiter ein. Seine Redebeiträge untermauerten, dass er ein erklärter Gegner von Erhaltungssatzungen ist. Er lehnte dieses Instrument als aufwändig und nutzlos ab. Seine Aussagen gipfelten darin, dass er behauptete, dass Erhaltungssatzungen die Innenentwicklung von Städten verhinderten. Frau Friedrich hatte jedoch gerade zuvor in Ihrem Vortrag gezeigt, dass genau das Gegenteil richtig ist, wenn ein eindeutiges Signal von den Verantwortlichen gegeben wird. Der Um- oder Ausbau der Häuser sei dennoch möglich, die Stadt Heidelberg berate dazu die Eigentümer. Zusammen werden Lösungen gesucht und umgesetzt. „Einfach sei der Weg nicht, der Prozess erfordere viele Diskussionen und einiges an Aufwand, aber die Mühe lohnt sich“, so Frau Friedrich.

Das Podium von links: Klaus Füsslin (BV Mittel-Unterwiehre), Joachim Scheck (Vistatour), Annette Friedrich (Stadtplanungsamt Heidelberg), Roland Jerusalem (Stadtplanungsamt Freiburg), Hans Lehmann (BV Oberwiehre-Waldsee) Foto: B. Krieger

Die Botschaft des Abends war klar. Ortsbildprägende Gebäude sollen erhalten bleiben. Die beiden Wiehre Bürgervereine drängen nun darauf, dem Beispiel Heidelbergs zu folgen. Ob als Instrument Erhaltungs- und Gestaltungssatzungen genutzt werden, die es erlauben, einen Abriss zu untersagen, wenn das Gebäude zum Ortsbild beiträgt, oder ob eine Gesamtanlagenschutzsatzung gemäß §19 Denkmalschutzgesetz, oder ob typische Grünstrukturen besonders geschützt werden sollen, müssen die Fachleute im Freiburger Stadtplanungsamt vorgeben. Wichtig ist uns, dass etwas geschieht.
Unterstützt wurde der Appell der beiden Wiehre Bürgervereine durch die ebenfalls im Publikum anwesende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine, Ingrid Winkler. Sie forderte bei der Veranstaltung eindringlich die neun anwesenden Stadträt*innen auf, unbedingt die beiden Wiehremer Bürgervereine zu unterstützen und Erhaltungssatzungen für Freiburg auf den Weg zu bringen. Aus der Runde der Stadträ*innen war herauszuhören, dass die Veranstaltung für sie ein Signal war, ihren bereits gestellten interfraktionellen Antrag zur Erstellung von Erhaltungssatzungen baldmöglichst einzuklagen, damit die historische Bausubstanz in der Stadt besser erhalten werden kann. Klar wurde an diesem Abend auch, dass es kein einfacher Weg werden wird. Frau Friedrich berichtete, dass die zusätzliche Arbeit nicht zu unterschätzen sei. In ihrem Stadtplanungsamt beschäftigten sich zwei Mitarbeiterinnen nur mit diesem Thema, auch beim Baurechtsamt werden hierfür Kapazitäten benötigt. Ebenfalls seien zusätzliche Haushaltsmittel nötig, z. B. für Gutachten. In Heidelberg habe der Erhalt des Stadtbildes jedoch immer eine hohe Priorität gehabt. Das Thema muss allerdings von der Verwaltung und von der Politik mit starkem Gewicht versehen werden.
Vor dem Referat von Frau Friedrich hatte Joachim Scheck (Vistatour) in einem Bildvortrag gezeigt, wie sehr sich der Stadtteil in den vergangenen Jahren bereits verändert hat. Vorher-Nachher Bilder aus der älteren und der jüngeren Vergangenheit erinnerten daran, was es nicht mehr gibt. Unser Engagement in Sachen Erhaltungssatzungen soll dazu beitragen, dass es in Zukunft keine Vorher-Nachher Bilder mehr zu sehen gibt.

Hans Lehmann, BV

Was ist eine Erhaltungssatzung?
Eine Erhaltungssatzung ist eine Satzung, die die Gemeinde für bestimmte schützenswerte Gebiete beschließen kann. Sie dient dem Erhalt der städtebaulichen Eigenart eines Gebiets aufgrund seiner städtebaulichen Gestalt.
Was bewirkt eine Erhaltungssatzung?
Für den Bau, die Veränderung oder den Abriss von baulichen Anlagen (d. h. Gebäuden, aber zum Beispiel auch Mauerresten oder Brunnenanlagen) gibt es im Geltungsbereich einer Erhaltungssatzung besondere Regelungen. So kann der Abbruch einer baulichen Anlage untersagt werden, wenn diese entweder allein oder im Zusammenspiel mit anderen Anlagen das Ortsbild, die Stadtgestalt oder das Landschaftsbild prägt, oder wenn die Anlage sonst von städtebaulicher, insbesondere geschichtlicher oder künstlerischer Bedeutung ist. Die Errichtung einer Anlage darf untersagt werden, wenn die Baumaßnahme die städtebauliche Gestalt des Gebiets beeinträchtigen würde. Maßgeblich für diese Beurteilungen sind die Ziele, die in der Erhaltungssatzung auf Grundlage einer Ortsbildanalyse genannt werden.
Wie kann eine Erhaltungssatzung aufgestellt werden?
Für den Erlass einer Erhaltungssatzung gibt es keine Verfahrensvorschriften. Das bedeutet, dass es ausreicht, wenn der Gemeinderat die Erhaltungssatzung beschließt. In Heidelberg ist das Verfahren an das Bebauungsplanverfahren angelehnt: Der Gemeinderat fasst sowohl einen Aufstellungs- als auch einen Offenlagebeschluss. Während der Offenlage des Entwurfes findet zusätzlich eine Informationsveranstaltung für interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie eine Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange statt. Nach Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen durch den Gemeinderat wird der Satzungsbeschluss gefasst.

Bahnübergang Möslestraße

Bahnübergang Möslestraße für knapp zwei Monate für den KFZ-Verkehr gesperrt

Der Start des Ausbaus der Höllental-Bahnstrecke wird von einer sehr schlechten Informationspolitik begleitet.

Ohne Vorankündigung wurde Anfang März die Hinweistafel am Ende der Möslestraße mit der Information der Sperrung des Bahnübergangs aufgestellt. Auf Rückfrage des Bürgervereins beim Garten-und Tiefbauamt der Stadt Freiburg erhielten wir die Antwort, dass der Bahnübergang Möslestraße von 15.03. – 09.05.2018 für den Autoverkehr gesperrt ist. In dieser Zeit gibt es einen provisorischen Fußweg als Überweg. Radfahrende müssten auf diesem kurzen Stück Weg schieben, weil er zu schmal ist. Für KFZ fahrende gibt es die ausgeschilderte Umleitung über den Übergang Lindenmattenstraße. Danach wird der Übergang Lindenmattenstraße umgebaut und die Möslestraße wieder freigegeben.

Hinweisschild am Bahnübergang Möslestraße Foto: Thoma

Der Bürgerverein ist über die sehr schlechte Informationspolitik rund um den Ausbau der Höllentalbahn sehr unzufrieden. Absolut unverständlich ist der Umgang mit den beiden gastronomischen Betrieben Busse´s Waldcafé und Waldseerestaurant sowie mit dem Tennisclub SC Rot-Weiß Freiburg. Diese wurden ebenfalls erst durch das aufgestellte Hinweisschild „kalt informiert“. Eine gute Informationspolitik sieht anders aus.

Hans Lehmann, BV