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Rohrlager und Baggerarbeiten an der renaturierten Dreisam

Seit Anfang Juli lagern auf der Kartauswiese in der Höhe des Ottiliensteges Groß- Wasserrohre, kurz danach begann die Offenburger Tief- und Rohrleitungsfirma Klumpp mit Baggerarbeiten. Der Bürgerverein war nicht vorinformiert.

Wasserrohrlager auf der Kartauswiese Höhe Otiliensteg Foto: Lehmann
Ausbaggern sogenannter Start- und Zielgruben auf der Dreisamwiese.

Eine Anfrage bei Badenova wurde wie folgt beantwortet: „Das sind Rohre, die wir in die bestehende alte Rohleitung vom Wasserwerk Ebnet bis zum Schiebeschacht-Häuschen in der Höhe des UWC einziehen werden. Bei diesem Bauvorhaben wird das sogenannte Inlinerverfahren angewandt, in dem die neuen Rohre mit kleinerem Durchmesser in die bestehenden Durchmesser größeren Rohre eingezogen werden und dann Stück für Stück verschweißt werden. Dies geschieht in den einzelnen Start- und Zielgruben. Der Fertigstellungs- Zieltermin der Baumaßnahme ist Mitte August.“

Hans Lehmann, BV

Dreisam, grün eingefärbt

Ziemlich schockiert waren nicht wenige der Spaziergänger, die am Samstag 14.Oktober an der Dreisam das schöne Herbstwetter genossen, denn plötzlich war das sonst doch ziemlich klare Dreisamwasser giftgrün gefärbt. Das sah zunächst nach einer massiven Umweltkatastrophe aus. Mancher fühlte sich an den Sandoz-Unfall erinnert, bei dem 1986 der Rhein blutrot gefärbt war und tausende Fische starben.
Dass es sich hier in Freiburg nur um eine ungefährliche Flüssigkeit handelte war mehr oder weniger schnell klar. Es gab auch keine toten Fische, denn die verwendete Chemikalie „Uranin“ sei biologisch unkritisch, sie wird zum Beispiel als Testflüssigkeit für Leckagen in Rohren verwendet. Allerdings scheint heute noch nicht festzustehen wo genau, warum und vor allem von wem der Stoff in die Dreisam geschüttet wurde. Allgemein überwog die Meinung „Da hat sich einer einen Scherz erlaubt“.
Doch nicht alle Beteiligten fanden dies so witzig. Denn wenn man überlegt, was passiert wäre, wenn durch einen Unfall mit einem Tank-LKW im Höllental, Oberriedertal oder am Spirzen Öl oder Chemikalien in das Gewässer gelangt wäre, oder der „Scherzbold“ eine giftige Substanz verwendet hätte, wäre es wohl nicht so glimpflich ausgegangen.
Für die Wasserexperten war dies gewissermaßen ein Test, wie die Maßnahmenkette im Ernstfall funktioniert und da scheint es doch nicht ganz so optimal gelaufen zu sein. So dauerte es anscheinend zu lange, bis der eingeleitete Stoff feststand. Wichtig wäre es wohl auch den Täter ausfindig zu machen.
Für den unbedarften Spaziergänger soll aber hier noch einmal klargestellt werden: Bei der Integrierten Leitstelle der Feuerwehr existiert ein „Alarmplan wassergefährdende Stoffe“. Bei Vorfällen wie oben beschrieben, ist also die Leitstelle der Feuerwehr (Tel: 112) anzurufen. Von dort werden dann alle erforderlichen Maßnahmen getroffen und ggf. andere Stellen (Polizei, Umweltschutz usw.) eingeschaltet.

Lothar Mülhaupt; BV

Eiswagen an der oberen Dreisam: Sieg der Vernunft

Eiswagen an der oberen Dreisam: Sieg der Vernunft
Das war so nicht zu erwarten. Die Stadt Freiburg hat Eisverkäufer Luis Salgado eine vorläufige Sondernutzung erteilt, diesen Sommer sein Eis am gewohnten Standort Ecke Fritz-Geiges-Straße/ Dreisamradweg zu verkaufen
Noch in der Juni Ausgabe unseres Bürgerblattes berichteten wir, dass die Stadt trotz klarer gerichtlicher Niederlage Eisverkäufer Salgado den Verkauf von Eis mit seinem Eismobil oben an der Dreisam weiterhin nicht gestatten wird. Grund: die Stadt beabsichtigte Rechtsmittel gegen den gerichtlichen Entscheid einzulegen. Durch diese Ankündigung gab es für den Eisverkäufer einen rechtlichen Schwebezustand, der weiterhin verhinderte, dass das Eismobil auf städtischem Gelände stehen darf.

Eiswagen Ecke Fritz-Geiges-Straße / Dreisamradweg Foto: Thoma

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Weiterhin Streit um den Eisverkauf an der oberen Dreisam

Im Sommer 2015 verkaufte Luis da Silva Salgado mit seinem Eismobil, wie er es selbst nennt, in Höhe des SC-Schwarzwaldstadion Eis und kleinere Snacks. Ende der Saison 2015 verbat die Stadt den Verkauf, denn der Wagen stand auf öffentlichem Gelände. Seit dem setzten sich der Bürgerverein, einige Stadträte, vor allem aber 600 „Nutzer“ per Unterschriftenliste für den Verbleib des Eiswagens an der vielbefahrenen und begangenen Stecke an der Südseite der renaturierten Dreisam ein. Ende das Jahres 2015 formulierten wir in einem Schreiben an den Oberbürgermeister „Wir sind jedoch der Meinung, dass es einen vernünftigen Weg geben sollte, um ein Vorhaben, das von allen Seiten begrüßt wird, zur Umsetzung zu bringen. Aus unserer Sicht sollte eine öffentliche Verwaltung Dinge ermöglichen, wenn keine zwingenden Gründe dagegen sprechen“.

Eiswagen Freiburg Dreisam
Foto: Helmut Thoma

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Nacharbeiten an der Dreisam

Dieses Jahr macht die Dreisam ihrem, bekanntlich aus dem Keltischen abgeleiteten, Namen alle Ehre. Die Kelten nannten sie „tragisama“, die „schnell Fließende“. Und nicht nur schnell, sondern auch kräftig floss sie dieses Frühjahr; bis in den Sommer hinein. Im April erreichte sie mit 1,60m fast die 10-Jahres Hochwassermarke.Nach Hochwasser

Da blieb es nicht aus, dass sich im Flussbett einiges bewegte: Es wurden weitere Kies und Schotterbänke abgelagert und an manchen Stellen entstanden kleine Sandstrände. Aber auch einige Inseln wurden kräftig „angeknabbert“. Dies kommt nicht überraschend, sondern war von den Experten schon erwartet worden, denn der Fluss soll mit seiner Dynamik das Bett gestalten.

Nur schade um die Bäume. Dass die Alleebäume, die man erstmal auf den Inseln hat stehen lassen, auf Dauer dort nicht überleben werden, war klar, zumal einige schon länger an der Eschentrieb-Krankheit leiden. Trotzdem sollen die stark ausgespülten Inseln, die noch lebensfähige Bäume tragen mit großen Steinen gesichert werden. Dafür wird wohl beim nächsten Niedrigwasser ein kleiner Bagger aktiv werden.
Übrigens: Die derzeit am Sandfangwehr laufenden Arbeiten haben damit nichts zu tun. Dort wird das marode Wehr saniert und dabei die Wasseraufteilung Dreisam / Gewerbekanal verbessert werden (siehe BZ vom 4. August).

L.Mülhaupt