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Mastbetrieb


…ist üblicherweise ein negativ besetzter Begriff aus der Massentierhaltung. Seit dem Frühsommer herrscht eine ganz andere Art von „Mastbetrieb“ auf der Großbaustelle am Wiehrebahnhof, denn hier werden jene Stahlkonstruktionen zwischengelagert, die im Zuge der Streckensanierung als Masten „tragender“ Teil der sanierten Elektrifizierung sein werden. So sinnvoll und notwendig diese Maßnahme ist – die Begeisterung bei einigen betroffenen Anwohnern östlich des Wiehrebahnhofs hält sich in Grenzen, weil plötzlich ein solcher ca. 10 Meter hoher Stahlmast direkt an ihrer Grundstücksgrenze steht – gerade mal vier Meter von Ihrem Wohnzimmerfensterentfernt; und dies ohne jede Ankündigung.

Text und Foto: Helmut Thoma, BV

ÖFFENTLICHER AUFTAKT FÜR EIN JAHRHUNDERTPROJEKT

Bürgerbeteiligung zum Stadttunnel:

Die Erwartungen sind hoch, und Bürgermeister Haag formulierte es noch vorsichtig, als er meine, der Stadttunnel sei in seiner Bedeutung für Freiburg mindestens gleichzusetzen mit dem Umbau des Rotteckrings. Tatsächlich kommt da ein gigantischer – im Wortsinne – „Einschnitt“ v. a. auf unseren Stadtteil zu, für den der Begriff „Jahrhundertprojekt“ wahrlich nicht übertrieben ist.

Fast anderthalb Jahre waren vergangen, seit die dringend herbeigesehnte Höherstufung des Freiburger Stadttunnels im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) erfolgt war, als am 4. Mai endlich der offizielle Auftakt zur Beteiligung der Öffentlichkeit zu diesem Jahrhundertprojekt erfolgte. Der Andrang am Freitagabend vor dem zweiten Wahlgang zur OB Wahl hielt sich zwar noch in Grenzen, es wurde auch im Grundsatz nichts wirklich Neues verkündet. Aber die Botschaft lautete: „Jetzt geht es wirklich los!“ Gleichzeitig wurde versichert, dass noch nichts endgültig entschieden ist – mit anderen Worten: Man kann noch über alles reden. Und das wurde auch recht ausführlich getan.

Die weit überwiegend positiven Auswirkungen des künftigen Stadttunnels werden sich vor allem entlang des Dreisamufers, aber auch im Zentrum unseres Stadtteils zeigen, denn der geplante Vollanschluss, der unter dem Arbeitstitel „Ganter-Knoten“ seit Jahrzehnten im Gespräch ist, hat es in sich: Was die Baustellenabwicklung betrifft, wird es zwischen Dreikönighaus und Maria-Hilf-Kirche eine gigantische offene Baugrube geben, deren genaue Dimension, Ausformung, Wirkungen und „Nebenwirkungen“ auf unseren Stadtteil noch nicht annähernd erfassbar sind.

Umso wichtiger ist eine frühzeitige Diskussion über die vielfältigen Auswirkungen dieser Mega-Baustelle und über mögliche Varianten der Tunnelplanung. Und hier wird es richtig spannend: die künftige Verkehrsführung, wie sie sich nach Fertigstellung des Stadttunnels einmal darstellen wird, ist nämlich noch längst nicht geklärt. Nicht erst seit dem bemerkenswerten Studentenwettbewerb zum „Dreisamboulevard“ vom vergangenen Sommer ist klar: neben der bisher geplanten Konzeption (die Fahrspur von West nach Ost soll in der Schwarzwaldstraße verbleiben, der Ost-West-Verkehr über die geführt werden) gibt es eine naheliegende Variante, bei der die Leo-Wohleb–Brücke künftig den gesamten Verkehr aufnehmen soll. Schließlich hat sie drei breite Fahrspuren, künftig werden aber insgesamt nur noch zwei benötigt. Der Reiz dieser Variante – und ihre Riesenchance – liegt in der möglichen Verkehrsberuhigung der unteren Schwarzwaldstraße. Eine ernsthafte Prüfung dieser Alternative, die seit Jahren eingefordert wurde, gibt es bisher nicht. Und diese Lösung hätte mit Sicherheit Auswirkungen auf die Überlebenschancen des denkmalgeschützten Dreikönighauses, das nach der aktuellen Planung in seiner Existenz aufs Äußerste bedroht ist.

Und noch ein ganz anderes Thema birgt einigen Sprengstoff: die Frage nämlich, wie im künftigen Stadttunnel die Verkehrsführung sein wird, wenn eine Röhre (z. B. wegen eines Unfalls, anstehender Wartungsarbeiten u. ä.) gesperrt werden muss. Nicht nur unser Bürgerverein ist der festen Überzeugung, dass es in einem solchen Falle nicht bei jener Verkehrsführung bleiben darf, die bisher in ähnlich gelagerten Fällen für Schützenallee- und Kappler Tunnel praktiziert wird (und von der die Menschen an Schwarzwald-, Hansjakob- und Kappler Straße ein trauriges Nachtlied singen können): dass nämlich der gesamte Verkehr über das bestehende oberirdische Straßennetz geleitet wird; betroffen wäre dann der fast 5 (in Worten: fünf!!!) Kilometer lange Stadtraum beginnend westlich der Kronenbrücke und im Osten endend am Kappler Knoten! Denn dies hätte zur Folge, dass der von allen angestrebte Rückbau des großen heutigen B31-Straßenzugs nur eingeschränkt möglich wäre, und somit der versprochene Quantensprung für die Gestaltung, Beruhigung und Aufenthaltsqualität des hochwertigen Stadtraums zwischen Kronenbrücke und Maria-Hilf-Kirche weitgehend Makulatur bliebe.

Erstes Fazit: Es gibt noch sehr viel zu tun – auch und gerade auf der konzeptionellen Ebene. Und alle – auch Sie, liebe Leserin, lieber Leser – wollen wir ausdrücklich ermuntern, sich einzumischen.

Wir werden im „BÜRGERBLATT“ fortlaufend berichten; ab sofort ist auch die Website des RP freigeschaltet:
unter www.stadttunnel-freiburg.de soll es stets alle aktuellen Informationen geben, und auch die wesentlichen Planunterlagen sind dort einsehbar.

Bahnübergang Möslestraße

Bahnübergang Möslestraße für knapp zwei Monate für den KFZ-Verkehr gesperrt

Der Start des Ausbaus der Höllental-Bahnstrecke wird von einer sehr schlechten Informationspolitik begleitet.

Ohne Vorankündigung wurde Anfang März die Hinweistafel am Ende der Möslestraße mit der Information der Sperrung des Bahnübergangs aufgestellt. Auf Rückfrage des Bürgervereins beim Garten-und Tiefbauamt der Stadt Freiburg erhielten wir die Antwort, dass der Bahnübergang Möslestraße von 15.03. – 09.05.2018 für den Autoverkehr gesperrt ist. In dieser Zeit gibt es einen provisorischen Fußweg als Überweg. Radfahrende müssten auf diesem kurzen Stück Weg schieben, weil er zu schmal ist. Für KFZ fahrende gibt es die ausgeschilderte Umleitung über den Übergang Lindenmattenstraße. Danach wird der Übergang Lindenmattenstraße umgebaut und die Möslestraße wieder freigegeben.

Hinweisschild am Bahnübergang Möslestraße Foto: Thoma

Der Bürgerverein ist über die sehr schlechte Informationspolitik rund um den Ausbau der Höllentalbahn sehr unzufrieden. Absolut unverständlich ist der Umgang mit den beiden gastronomischen Betrieben Busse´s Waldcafé und Waldseerestaurant sowie mit dem Tennisclub SC Rot-Weiß Freiburg. Diese wurden ebenfalls erst durch das aufgestellte Hinweisschild „kalt informiert“. Eine gute Informationspolitik sieht anders aus.

Hans Lehmann, BV

Frühlingsanfang

…ist am 1. März – wenn man einen Meteorologen fragt. Und am 1. März entstand dieses Foto, denn ausgerechnet zu Frühlingsanfang wurden erstmals in diesem „Winter“ einzelne Schlittschuhläufer gesichtet. Verbotenerweise – muss man dazu sagen, denn große Schilder wiesen darauf hin, das Betreten des Eises sei wegen Lebensgefahr verboten. Wie dem auch sei – bei Redaktionsschluss war noch nicht absehbar, ob der März nun eher als Frühlings- oder doch als Wintermonat daherkam; immerhin definieren die Astronomen das Ende des Winters auf die „Tag- und Nachtgleiche“ – das war diesmal der 20. März. Und zur Erinnerung: Es gab schon Jahre, da öffnete das Strandbad sein Pforten erstmals Ende März. Wenn Sie dies lesen, wissen Sie, ob´s diesmal wieder so war…

SC Freiburg vs FC Bayern

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…das muss ein Irrtum sein? Weit gefehlt! Das Foto entstand beim diesjährigen Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften – allerdings…: genau! „Mannschaften“ ist nicht ganz der richtige Ausdruck, denn es sind die Frauen, die hier das absolute Spitzenspiel bestritten. Immerhin spielten die 3. (Freiburg) gegen die 2. (München) – und nach dem 2:0 Sieg des SC war die Reihenfolge in der Tabelle (wohlgemerkt: 1. Bundesliga!!) gerade umgekehrt.

Warum das plötzlich im „BÜRGERBLATT“? Ganz einfach: Das spielt sich mitten in unserem Stadtteil ab – nur nimmt kaum jemand Notiz davon. Bei strahlendem Winterwetter verloren sich ein paar hundert Zuschauer im Möslestadion; geradezu beschämend – meint der Verfasser dieser Zeilen, denn der Frauenfußball hat in den letzten Jahren an Attraktivität enorm gewonnen.
Daher der Vorschlag an unsere geschätzte Leserschaft: Probieren Sie´s einfach doch mal aus, und geben Sie den SC-Frauen eine Chance; sie haben´s wirklich verdient! Es ist ein wahrlich preiswertes Vergnügen: 7 Euro kostet der Spaß (ermäßigt 4€!!); dafür kann man sich sogar aussuchen, ob man stehen oder witterungsgeschützt sitzen mag. Und wer weiß – mit ein bisschen Glück werden die SC-Frauen ja vielleicht sogar deutscher Meister? Und das „vor unserer Haustür“…!!!
Text und Foto: Helmut Thoma, BV

Runder Tisch Lycée Turenne legt Nutzungskonzept vor

Die Resonanz auf die vom Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee organisierte Einladung der Stadträt*innen des Freiburger Stadtrates zu einem Vor-Ort Besichtigungstermin am 01. Februar 2018 im Lycée Turenne war überwältigend. Nach der Vorlage eines Nutzungskonzeptes von uns stellten die wichtigsten Fraktionen des Stadtrats einen Fraktionen übergreifenden Antrag zur Erstellung eines Nutzungskonzeptes. So ein breites Bündnis gegen den Leerstand im Gebäudeensemble an der Schützenallee gab es noch nie.

Unser Vorschlag zur möglichen Nutzung des Westflügels vom Lycée Turenne und der dazugehörenden Turnhalle im Hof wurde mit folgenden Schlagworten eingeleitet:

„Wir sind der Ansicht, dass 25 Jahre Leerstand von ca. 2800m² städtischem Raum genug sind. Und klar ist auch, besser wird es nicht. Ein Gebäude, das niemand nutzt, verfällt langsam aber sicher. Billiger wird es auch nicht. Jedes Jahr steigen sowohl der Reparaturbedarf als auch die Baupreise. Nach dem Auszug der Franzosen 1992 wurden bisher alleine für Heizkosten ca. 500.00 Euro ausgegeben! Es ist höchste Zeit, eine Sanierung auf den Weg zu bringen“.

Ehemaliger Speisesaal im Westflügel
Stadträ*innen beim Besichtigungstermin in der Turnhalle im Hof Fotos: Thoma

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Die Pläne der Baugenossenschaft „Familienheim“ beim Wiehrebahnhof

BESTMÖGLICHER SCHUTZ FÜR DIE MIETER UND DAS BAUENSEMBLE

Am Anfang und im Vordergrund muss die Entwicklung eines Gesamtkonzepts stehen – möglichst als Ergebnis eines Architektenwettbewerbs

Es rumort gewaltig in der Oberwiehre – ganz besonders bei den direkt Betroffenen: Und das sind die Menschen in den ca. 300 Wohnungen der Baugenossenschaft „Familienheim“ im Quartier unmittelbar nordöstlich des (neuen) Wiehrebahnhofs. Ein auf 15 bis 20 Jahre angelegtes Großprojekt ist angekündigt – so etwas weckt natürlich Ängste. Aber nach ersten Gesprächen zwischen den Beteiligten (und dazu gehören auch die beiden Wiehremer Bürgervereine) besteht Grund zu Optimismus: Alle Mieter dürfen im Quartier – und die Mieten sollen „bezahlbar“ bleiben. Grundlage der weiteren Entwicklung aber muss zunächst ein Gesamtkonzept sein, das bisher fehlt.

Foto: Google Maps

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Beste Aussichten für/auf unseren Stadtteil

Als hätten alle nur auf diese Jubiläumsaussage des „BÜRGERBLATTS“ gewartet: an zwei markanten Stellen am Rande der Oberwiehre – beim Schlossbergturm und am Wasserschlössle – haben sich Anfang September die Aussichten schlagartig verbessert.
Nach über zweijähriger Sperrung (und gerade mal dreiwöchigen Sanierungsarbeiten), wurde der Schlossbergturm endlich wieder freigegeben – viele halten ihn für den attraktivsten Aussichtspunkt im ganzen Stadtgebiet. Die Fotos zeigen links die ursprüngliche Konstruktion mit den Douglasienstämmen – und rechts die sanierte Konstruktion mit Stahlrohren; fotografiert vom selben Standort aus. Und obwohl die Wiedergabe deutlich vergrößert ist, dürfte es dem aufmerksamen Betrachter schwerfallen, Unterschiede zu entdecken…

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Tag der offenen Tür an der generalsanierten Jugendherberge Freiburg

Am Rande unseres Stadtteilbezirkes, etwas versteckt am oberen Ende der Kartäuserstraße in Höhe des Schwarzwaldstadions, gibt es seit 1978 die Jugendherberge Freiburg. Knapp 40 Jahre intensive Nutzung rechtfertigte einen Großumbau von über fünf Millionen Euro.

Neuer Speisesaal-Anbau an der generalsanierten Jugendherberge Freiburg Foto: Thoma

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Tolldreist: Rücksichtsloses Zustellen des Gehwegs mit Müllcontainern Ecke Hindenburg- Gresserstraße

Rücksichtslos zugestellter Gehweg | Foto: Thoma

In unregelmäßigen Abständen nehmen wir Hinweise über öffentliche Ärgernisse, die wir von Stadtteilbewohnern gemeldet bekommen, in der Serie „Tolldreist“ auf. Dieses Mal benachrichtigte uns zum zweiten Mal eine Mutter mit Kinderwagen über einen regelmäßig an Müllabfuhrtagen zugestellten Gehweg Ecke Hindenburg-Gresserstraße. Das von uns gemachte Foto bestätigte in vollem Umfang die Beschwerde der Stadtteilbewohnerin. Die Veröffentlichung des Fotos ist gleichzeitig ein Appell an die Verantwortlichen, in Zukunft die Müllcontainer und gelben Säcke so zu platzieren, dass eine ungehinderte Benutzung des Gehweges gewährleistet ist.