Wirtshäuser trotzen dem Zeitgeist

Es ist ein liebenswerter Anachronismus, dass sich gerade an vielbefahrenen Verkehrsachsen immer wieder historische Relikte finden, die nicht mehr so recht in die heutige Zeit passen wollen und an denen man oft achtlos vorbeifährt. Zu diesen gehören auch vier alte Wirtshausgebäude entlang der Schwarzwaldstraße.

Die Schwarzwaldstraße ist Teil einer historischen Wegeverbindung, die von der Rheinebene über den Schwarzwald führte und schon vor der Gründung Freiburgs bestand. Man darf davon ausgehen, dass sich bereits im Mittelalter entlang der Einfallstraßen rund um die Stadt zahlreiche „Stallwirtshäuser“ etabliert hatten, die den Reisenden günstige Unterkunft und Einstellmöglichkeiten für Pferd und Fuhrwerke boten. Dass diese Gebäude heute ausnahmslos verschwunden sind, ist vor allem den Kriegen und Belagerungen der Barockzeit zuzuschreiben. Nach 1745 wurden jedoch zahlreiche Wirtshäuser an alter oder neuer Stelle neu errichtet.

Biedermeierliche Idylle bei der Schwabentorbrücke mit Blick in die Schwarzwaldstraße: Aus diesem Kontext sind entlang der B31 noch vier Wirtshausgebäude erhalten.
Gemälde: Anton Küßwieder, um 1800. Foto: Vistatour
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Frauen- Nachttaxi

und ein kaum bekanntes geschlechtsneutrales VAG-Taxiangebot

Einstimmig hatte der Gemeinderat die Wiedereinführung des Frauennachttaxis am 10. Dezember 2017 beschlossen. Vier Großraumtaxis mit Platz für jeweils 8 Frauen sollten vom Standort „Auf der Zinnen“, gegenüber dem Drogeriemarkt Müller, in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag sowie vor Feiertagen von 0 bis 4 Uhr bereit stehen. Die Fahrtstrecke richtet sich individuell nach den jeweiligen Zielen der Fahrgäste. Der geforderte Eigenanteil von 7 Euro trägt zur Finanzierung des Frauennachttaxis bei.

Kein Renner: Frauennachttaxi mit Nachbesserungen und einer wenig bekannten Alternative Foto: Zero Foto
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Atemberaubendes FT-Rollschuh-Märchen-Spektakel in der Schauenberg- Halle

Die vorweihnachtliche Musical-Märchen-Show um Magie, Zauber und Glück entführte die Zuschauer der an allen Aufführungstagen ausverkauften FT-Rollschuhhalle in eine magische Wunderwelt, in der Schornsteinfeger noch Glück bringen und Glück durch ein Lächeln zu haben ist. Auch die zusätzlich geöffnete Generalprobe war sehr gut besucht.

Die Glücksgaranten der Show: Nanny und die Schornsteinfeger
Foto: Lehmann
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Besuch bei einem Visionär mit klaren Vorstellungen

Kurz vor Weihnachten 2018 hatte der Bürgerverein die Gelegenheit, mit dem neuen Rektor der Musikhochschule Freiburg, Prof. Dr. Ludwig Holtmeier, über dessen Ziele und Wünsche zur Weiterentwicklung der Musikhochschule Freiburg sprechen zu können.

Eigentlich sollte es nur ein kurzer Höflichkeitsbesuch eine halbe Stunde vor der Mittagspause des Rektors werden. Nach mehr als 1 ½ Stunden verabschiedeten sich dann Dr. Karl-Ernst Friederich und Hans Lehmann von ihm. Wir führten ein Gespräch zwischen Elfenbeinturm, Raumnot und Weltklasse.

von links: Hans Lehmann (BV), Prof. Dr. Holtmeier (Musikhochschule), Dr. Karl-Ernst Friederich (BV) Foto: Lehmann
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Zwei neue Bänke am Hirzberg

Von wegen: „alle Behörden arbeiten langsam“. Ein schönes Gegenbeispiel lieferte das Forstamt Freiburg beim Aufstellen zweier neuer Bänke am Hirzberg.

Helmut Thoma, stellvertretender Bürgervereinsvorsitzende und Stadtrat der Grünen, hat in der Januar Ausgabe unseres Bürgerblattes in unserem „Gewusst Wo-Rätsel“ die verfaulten Baumreste irgendwo im Freiburger Stadtwald als Rätsel vorgestellt und dazu vermerkt, dass er sich „um die Sanierung, vielleicht ja sogar einer Neuanschaffung mit Rückenlehne“ einsetzen werde und versprochen, sich mit dem Anliegen an das Forstamt Freiburg wenden werde. Dies geschah am 2. Januar 2019. Am 3. Januar ging die Antwort des Forstamtes bei uns ein, dass man sich der Sache annehmen werde.
Am 8. Januar meldete das Forstamt: „Hallo Herr Thoma, wir haben zwei Bänke neu aufgestellt (die zweite direkt unterhalb Katholikentag Kreuzes). Nochmals danke für den Hinweis! Beste Grüße. Dieter Thoma“

Innerhalb zweier Wochen wurde die marode Bank vom Forstamt ersetzt Fotos: Thoma

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Bürgervereins Neujahrsempfang 2019

Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach überbrachte bei dem traditionell am ersten Sonntag des Jahres stattfindenden Stadtteil-Neujahrsempfang die guten Wünsche der Stadt und ging auf die zuvor vom Vorsitzenden Hans Lehmann vorgetragenen Themenschwerpunkte ein.

Eine mit viel Stadtprominenz gut besuchte Wodan-Halle bildete den Rahmen für die Neujahrsreden vom Ersten Bürgermeister Ulrich von Kirchbach und Bürgervereins-Vorsitzenden Hans Lehmann
Fotos: Thoma
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Einsames kleines Häuschen an der renaturierten Dreisam

Rubrik: Stand der Dinge in unserem Stadtteil

Ein Blick in das Innere des von außen unscheinbaren Schieberschacht-Häuschen des Wasserversorgers bnNetze (100% Tochter badenova) bringt zu Tage, dass dort ein für unsere Gesundheit wichtiger Prüfvorgang stattfindet.


Das Schieberschacht-Häuschen Von außen keine Einblicke möglich
Foto: Lehmann
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Die Bewältigung der Umweltkatastrophe im Waldsee

Anfang August ist der Waldsee wegen der hohen Wassertemperaturen (26° C) „umgekippt“; aus Sauerstoffmangel starben praktisch alle 2000 Fische und die meisten Krebse. Weil das Fischsterben am Sonntag begonnen hat, dauerte es längere Zeit, bis die zuständigen Behörden einschritten; im Bürgerblatt (September 2018) haben wir darüber berichtet.
Seitdem bemühen sich die Ämter um eine ökologische Entschlammung. Zuvor mussten die unter Naturschutz stehenden Großmuscheln durch einen Experten geborgen und an einen sicheren Ortgebracht werden. Viele Begehungen und Besprechungen unter Beteiligung des Umweltschutzamtes und Vertretern des Naturschutzes waren als Vorbereitung nötig; das Südufer des Waldsees musste für Monate gesperrt werden. Am 10. Oktober konnten die Arbeiten endlich beginnen.
Für Spaziergänger sah es fast etwas unheimlich aus, was da geschah: “Strippenzieher“ in schwarzen Neoprenanzügen spannten in engem Abstand Sperrbänder vom Nord- zum Südufer. Zwischen diesen Markierungen gingen sie gebückt mit einem großen Eimer durch das schlammige Wasser und holten von Hand bis zu acht Stunden lang täglich Muscheln aus dem kalten Schlamm.

Taucher als „Strippenzieher“ holen von Hand die Muscheln aus dem See
Foto: Gisela Friederich
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Wohnen in Freiburg: Quo Vadis?

Wohnen mit bezahlbaren Mieten oder erschwinglichem Eigentum ist zurzeit in aller Munde. In Freiburg gibt es vom Oberbürgermeister und der Bürgermeister*innen-Riege angefangen keine Stadtratsfraktion, die sich in letzter Zeit nicht zu diesem Thema geäußert hat. Die Tagespresse ist ebenfalls voll davon. Die Situation ist allen klar. In Boom- Städten wie Freiburg reicht gut verdienen nicht mehr aus. Werden Städte wie Freiburg mehr und mehr zur Wellnesszone für Wohlhabende?

Lichtblick in der Freiburger Wohnbaumisere – der neue Stadtteil Dietenbach. Quelle: Stadt Freiburg
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