Interview mit SC-Vorstand Oliver Leki

Dem fußballerischen Niveau des SC-Freiburg entspricht auch seine Öffentlichkeitsarbeit. SC Vorstand Oliver Leki stellte sich bereitwillig den Fragen über seine Erfahrungen in der Corona-Zeit. Das Interview führte Hans Lehmann.

BBL: Herr Leki, Deutsche Fußball-Liga (DFL) und die 36 Erst-und Zweitligisten haben beschlossen, nach dem Ruhen des Ligabetriebs am 16.Mai. (26. Spieltag) die Spiele ohne Publikum fortzusetzen. Wie ordnen Sie die Entscheidung im Rückblick ein?

Leki: Als richtig und notwendig, auch wenn Spiele ohne Zuschauer keine Freude bereiten. Als Mitglied des DFL-Präsidiums war ich eng in Entscheidungen eingebunden. Kein Proficlub kann dauerhaft ohne Einnahmen überleben, und einige Vereine wären sehr schnell in Existenznöte geraten. Insofern war richtig, den Ligabetrieb ohne Zuschauer, also mit sogenannten „Geisterspielen“, zu Ende zu bringen, eine wirtschaftliche Notwendigkeit, zumindest standen somit die Fernsehgelder wieder zur Verfügung.

BBL: Welche Auswirkungen hatte die Gesamt-Corona Situation auf Sie als Vorstand?

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SC Freiburg Sag zum Abschied leise Servus – Erfreuliche Nutzer-Zukunft

Der Umzug der Herren-Bundesliga-Mannschaft des SC Freiburg in das neue Stadion in Freiburgs Westen steht fest, auch wenn das genaue Datum noch offen ist. Fest steht dagegen, dass der Start in die neue Saison 2020/21 am 18. bis 21. September im alten Schwarzwald-Stadion erfolgen wird. Welchen Namen das neue Stadion tragen wird, ist noch nicht entschieden.

Wird so nicht bleiben: Nach dem Umzug der Herren Bundesliga Mannschaft steht wohl ein Teil-Rückbau im Schwarzwald-Stadion an. Foto: SC-Freiburg
Schöne neue Fußballwelt: Noch ohne Namen, das neue Stadion in Freiburgs Westen
Grafik: SC Freiburg

Dass Christian Streich mit dem SC Freiburg in der letzten kompletten Saison im Schwarzwaldstadion souverän den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga geschafft hat, ist hinlänglich bekannt. Auch der glänzende Auftritt gegen Schalke 04 mit einem 4: 0 Abschiedserfolg in die Sommerpause und einem herausragenden 8. Tabellenplatzes in Deutschlands Eliteliga bleiben haften.
Unvergesslich wird die abgelaufene Saison jedoch wegen der Corona-Pandemie sein.
Eine Fußballzwangspause mit dem dazu gehörenden großen finanziellen Verlust, ein Re-Start mit umfangreichen Hygienekonzepten, Training zu zweit, dann zu viert und dann wieder in Mannschaftsstärke.
Ungewissheit, ob die Saison überhaupt weitergespielt werden kann. Ungewissheit- Planen, Ungewissheit wieder umplanen. Herausforderungen an den Trainerstab, an den Vorstand und an die Verwaltung, wie sie zuvor nie zu bewältigen waren.
Es gab jedoch auch überraschende Erkenntnisse. Christian Streich äußerte in einem BZ-Interview, dass er aus zeit- und umweltökologischen Gründen Video-Konferenzen einen positiven Aspekt abgewinnen konnte. Wer hätte vor Corona darauf gewettet? Wir nicht!
Unser Blick richtet sich aber nicht zurück, sondern auf den SC als Verein, der weit „mehr als Fußball“ zu bieten hat. Seine sozial- und gesellschaftspolitischen Botschaften heben ihn aus der Masse der Bundesliga-Vereine heraus. Ein fest verankertes Netzwerk des gesellschaftlichen Vereinsengagements in den Bereichen Bildung, Bewegung, Umwelt und Solidarität begleiten ihn. Noch faszinierender als das „System SC-Freiburg“ sind jedoch die Menschen dahinter. Vom Trainerstab über den Vorstand und die Verwaltung alles Menschen mit „Erdung“ und damit Sympathieträger für eine ganze Stadt, eine ganze Region. Als besonders positiv hervorzuheben ist, die Tatsache, dass der Sport-Club während der schwierigen Corona-Krise für seine Angestellten keine Kurzarbeit beantragen musste. Mit dazu beigetragen hat ein Gehaltsverzicht der Bundesliga-Profis, des Trainerteams sowie des Sportdirektors und der Vorstände.
Dank und Gratulation von unserer Seite hierfür!
Zurück zum Schwarzwald-Stadion. Fest steht, es wird nicht in einen Dornröschenschlaf fallen. Der Frauen- und Mädchenfußball soll hier, wenn es nach dem SC Freiburg geht, eine neue Heimat bekommen. Seit Jahren spielt der Frauen-Fußball beim SC die gleiche Rolle wie die Herren. Der Verein bildet hervorragend aus und liefert Nachwuchsspielerinnen, auf den die „großen Clubs“ zugreifen. Nicht wenige der SC-Spielerinnen sind während ihrer Zeit beim SC oder in ihren neuen Vereinen zu Nationalspielerinnen herangereift. Dies spricht für eine hervorragende Ausbildungsarbeit beim Sport-Club und erstaunt zugleich, denn die Trainingsmöglichkeiten der SC-Frauen bei Blau-Weiß Freiburg stellen keine optimale Lösung dar.
Das Schwarzwald-Stadion soll nun eine der Spielstärke und Bedeutung der Frauen-Bundeliga Fußballmannschaft adäquate Heimat ergeben und den Mädchenfußball in der ganzen Region fördern. Unverändert wird das Schwarzwald-Stadion jedoch nicht bleiben. Von einem Rückbau einzelner Tribünen ist auszugehen. Sollte es zum Umzug der SC-Frauen kommen, so freuen wir uns als Bürgerverein der drei Stadtteile Oberau, Oberwiehre und Waldsee auf die neuen Nutzerinnen und wünschen ihnen viel Erfolg mit vielen Zuschauern im neuen Domizil.
Hans Lehmann, BV

Hundekotbeutel- Spender beim Ottiliensteg an der Dreisam

Bei dem von Hundehalter*innen stark frequentierten Ottiliensteg im oberen Teil der renaturierten Dreisam mahnte unser für die Dreisam zuständige Vorstandsbeirat Lothar Mühlhaupt seit längerem das Fehlen eines „Dog-Set-Spenders“ an.

Hundekotbeutel-Spender am Ottilien-Steg an der renaturierten Dreisam Foto: Mülhaupt

Hundehalterinnen sind angehalten, den Kot Ihres Hundes im öffentlichen Raum zu entfernen. Hierzu benötigen sie Hundekotbeutel. Einige haben diese immer dabei, viele jedoch nicht. Seit Mitte Juni können sich Hundebesitzerinnen nun über einen Hundekotbeutel-Spender direkt am Ottiliensteg bedienen und zur Entsorgung die mittlerweile in genügender Zahl vorhandenen Abfallgefäße nutzen.
Dem Garten-und Tiefbauamt und der ASF (Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg) Dank für die schnelle Reaktion auf unseren Hinweis.
BV

Baugenossenschaft Familienheim lässt die Abriss-Planungen in der Quäkerstraße drei-fünf Jahre ruhen

In einer Pressemitteilung Ende Juni teilte die Familienheim mit, „dass nach einem intensiven Austausch mit der Verwaltung der Stadt für die Vorstände und Aufsichtsräte der Familienheim Freiburg die Situation zu komplex ist, um eine kurzfristige Lösung in diesem Wohngebiet herbeizuführen“.

Für das „Quäkerstraßen-Areal“ soll ein Gesamtkonzept entwickelt werden. Quelle: Google Earth
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Erfreuliches zur Stadthallennutzung

In der Juni-Ausgabe unseres Bürgerblattes haben wir über das behördliche Wiederbelebungs-Chaos rund um die alte Stadthalle und über den Wechsel der Zuständigkeiten berichtet: nicht mehr das Amt für Gebäudemanagement unter Baubürgermeister Haag sondern das Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen unter Finanzbürgermeister Breiter ist jetzt zuständig.

Die Nutzung der Stadthalle könnte bald in sinnvolle Bahnen gelenkt werden. Die Stadt macht jetzt Druck. Foto: Lehmann

Anfang Juli war der Bürgerverein zu einem ersten Sondierungsgespräch bei Bürgermeister Stefan Breiter und Bruno Gramich, dem Leiter des Liegenschaftsamtes, eingeladen. Bürgermeister Breiter wird die zukünftige Hallennutzung zu „seiner Sache“ machen. Der Bürgerverein legte aus den vielen eingegangenen Rückmeldungswünschen der letzten Jahre einen Nutzungsvorschlag vor, der auf großes Interesse stieß. Dabei werden verschiedene Nutzerinteressen gebündelt; er beinhaltet einen Zwischen-und Endnutzungsvorschlag. Die von uns gewünschte Transparenz, verbunden mit einem Öffentlichkeitsdialog, wurde zugesagt.
Das erste Gespräch mit den neuen Zuständigen war jedoch so erfreulich, dass wir guter Hoffnung sind, die “alte“ Stadthalle bald mit „neuer“ Nutzung erleben zu dürfen. Gehen Sie abends einmal an der Halle vorbei, als erste Sofortmaßnahme dürfen die Chöre der Musikhochschule im Foyer proben. Da kann man nicht nur hören, sondern auch staunen, wie etwas möglich ist, wenn man will! Sobald das federführende Amt für Liegenschaften mit seinem „Sondieren“ und der Kontaktaufnahme mit möglichen Nutzern zu einem vorläufigen Abschluss gekommen ist, werden wir ausführlich berichten.
Hans Lehmann, BV

Abdeckerei beim Mösle?

Aus Freiburgs Archiven

(Fortsetzung und Schluss)
Über das Ausmaß der Geruchsbelästigung durch das Verbrennen der Kadaver gab es auch innerhalb der Stadtverwaltung unterschiedliche Ansichten. So war Stadtrat (Bürgermeister) Zimmermann der Ansicht „In den drei Jahren des Betriebs sind bis dahin keine Klagen eingegangen. Das Tierasyl liegt so frei und entfernt aller Wohnungen (mit Ausnahme der Gärtnerei Bensel) daß der Klage nur übermäßige Empfindelei oder aber wie vermutet besondere Böswilligkeit zu Grunde gelegt werden kann.“ Ein Transport zur „Wasenmeisterei wäre nicht nur für die zu passierenden Straßen eine unangenehme u. lästige sondern auch für die Stadt eine sehr kostbillige.“ Er stellte den Antrag, den Kamin vom Bauamt erhöhen zu lassen und die Hälfte der Kosten von ca. 100 M zu übernehmen.
Damit konnte dem Übel aber nicht durchgreifend abgeholfen werden. Nach Ansicht des Hochbauamts lag dies an der unsachgemäßen Betriebsweise: „Wenn dieser [Ofen] vor Beginn der Kadaververbrennung stark genug angeheizt würde, dürfte der Geruch zum größten Teil aufhören; erst wenn dies nicht hilft, dürfte die Frage eines größeren Ofens oder ein anderer Verbrennungsort in Erwägung zu ziehen sein.“ Jedenfalls konnte der Kamin nicht noch weiter erhöht werden. Immerhin erklärte die Stadt Ende 1905 dem Bezirksamt auf Nachfrage: Wir halten die Sache für vorläufig erledigt, sind aber auch „der Ansicht, daß mit der Errichtung der thermischen Kadaververnichtungsanstalt die Verbrennung der Tierleichen im Tierasyl überhaupt aufhören muß.“
1906 bewilligt die Stadt dem Wasenmeister Wilhelm Weis für die Abfuhr der Tierkadaver eine weitere Vergütung von jährlich 100 M. Dann schweigen die Akten. Lediglich am 26.7.1922 leitet die Stadt den Antrag von Frau Otto Hackenjos [sic!], „dem Tierschutzverein den Weiterbetrieb des ihrem Grundstück benachbarten Tierasyls zu verbieten“ zuständigkeitshalber an das Bezirksamt weiter.
(Stadtarchiv Freiburg C3 138/3)
Die Klagen betrafen in der Folgezeit nicht mehr die Belästigung durch den Geruch, sondern durch das Gekläffe der Hunde; sie endeten erst 1992 mit der Verlegung nach Lehen.
K.-E. Friederich, BV

Absage des Dreisam-Hocks 2020

Liebe Freunde des Dreisam-Hocks,
leider muss auch der Bürgerverein den diesjährigen Dreisamhock, der vom 11. bis 13. September hätte stattfinden sollen, Corona-bedingt absagen. Fast alle traditionellen Programmpunkte und Aktivitäten lassen sich in der gegenwärtigen Situation nicht oder nur erschwert durchführen. Gesundheit geht auch bei uns vor. Wir hoffen sehr, dass wir den Hock im nächsten Jahr wieder in gewohnter Weise durchführen können und wir Sie dort wieder begrüßen dürfen.
Theo Kästele, BV

Aussichtspunkt

Neuer Aussichtspunkt aus dem Sternwald vom Wiedenbachweg…
Bitte ans Forstamt, dort mindestens eine Aussichtsbank aufzustellen. Man müsste gar keine neue anschaffen – es gibt in der Umgebung Dutzende an „aussichtslosen“ Orten…

Text und Foto: Helmut Thoma, BV

Ersthelfer Praxistraining gegen Herzkreislaufstillstand für den Bürgerverein-Vorstand

Für öffentlich zugängliche, flächendeckend verfügbare Laien- Defibrillatoren (AEDs) warb Thomas Steuber, Ausbilder im Rettungsdienst bei der letzten BV-Vorstandsitzung. Besonders in den verkehrsreichen Tagesstunden erreichen die Rettungswagen nicht immer innerhalb der vorgeschriebenen Hilfsfristen ihr Ziel. Während ein Patient dann etwas länger warten muss, bis Hilfe eintrifft, gibt es aber auch Notfälle, bei denen es auf jede Minute ankommt. Umso dringender ist es, dass möglichst viele Bürger als Ersthelfer ausgebildet sind, die in der Lage sind, einen Kreislaufstillstand zu erkennen (Person ist nicht ansprechbar und atmet nicht normal) und dann beherzt eine Herzdruckmassage durchführen können um damit Leben zu retten. Denn die Überlebenschance sinkt pro Minute um zehn Prozent, wenn das Gehirn kein Blut und damit keinen Sauerstoff bekommt.

Thomas Steuber (Mitte kniend) unterweist den BV-Vorstand bei Übungen gegen den Herzkreislaufstillstand. Foto: Lehmann
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