Bruno Schley – ein Freiburger Grafiker

Liebe Freiburger, speziell liebe Wiehremer, 
in der Wiehre lebte zuerst in der Reischstraße, dann in der Scheffelstraße, der Freiburger Grafiker Bruno Schley (1895 – 1968). Er hat von seiner Stadt tausende Grafiken gezeichnet. Zurzeit wäre eine Ausstellung im Karl-Rahner-Haus, aber Corona verhindert dies.
So ist sein Werk auf youtube gestellt. Bruno Schley

Teil 1 Werk und Leben 11.56 https://www.youtube.com/watch?v=rvmkbYxEB8o und Bruno Schley

Teil 2 Werk und Leben 15.14 https://www.youtube.com/watch?v=st55dUKpz-Q 

In zwei Beiträgen wird sein Leben und Werk dargestellt. Weitere Beiträge zeigen die Phasen seines Schaffens. 

Seien Sie herzlich gegrüßt
Uli Führe

Leserbrief

zum Antwortschreiben des Forstamtes auf den Leserbrief: Doppelt gefährlich: Mountainbiker auf Waldwegen im Sternwald vom Bürgerblatt Mai Seite 8 und Seite 9

Sehr geehrter Herr Schäfer (Forstamt Freiburg, Anm. Redaktion) , Sie haben im Bürgerblatt auf einen Leserbrief von  Rolf Wiedenbauer zum Thema „Mountain Biker auf engen Waldwegen im Sternwald“ mit viel Information geantwortet. Aber die entscheidenden Themen haben Sie außen vor gelassen. Meine Meinung dazu: 

  1. Die Aussagen zu den teils unvernünftigen, rücksichtslosen und übergriffigen Mountainbikern von Herrn Wiedemann kann ich nur voll und ganz zu stimmen. Freundliche „Appell- und Lenkungsstrategien“ fruchten häufig nichts, im Gegenteil es wird tlw. mit dem „Mittelfinger“ geantwortet. 
  2. Wo sind denn Ihre „klare Wegweisungen“? Was bedeutet diese Aussage?   
  3. Die entscheidende Frage ist doch: Dürfen nun alle Mountainbiker auf allen Wege und seien sie auch noch zu schmal durch den Sternwald „brettern“ und andere Waldspaziergänger gefährden?  
    Gerade weil in dieser schwierigen Zeit, die Nerven auch mal blank liegen, helfen eindeutige Aussagen und manchmal muss es eben auch Verbote und Kontrollen geben. Ich bitte, dies im Interesse eines pfleglichen Miteinanders zu überdenken und entsprechend zu handeln. Vielen Dank.
    Mit freundlichem Gruß

Birgit Lueg, regelmäßige Sternwald Spaziergängerin


Verschwundene Gewässer in der Wiehre

Information

Das Thema Corona-Virus beherrscht seit Wochen die Nachrichten. Auch wir haben uns im April Bürgerblatt ausführliche diesem Thema gewidmet und unseren Leser*innen viele Tipps und stadtteilbezogene Informationen gegeben, die auf unserer Website (www.oberwiehre-waldsee.de) ständig aktualisiert werden. Unser monatliches Erscheinen lässt jedoch keine tagesaktuelle Berichterstattung zu. Wir haben uns deswegen „zum Seele baumeln lassen“ für den Titelartikel im Mai für einen Gastbeitrag von Joachim Scheck aus der Gründungszeit der Oberwiehre entschieden.

Dass die Wiehre in früheren Jahren als ungesunde Wohngegend galt, in der sogar die Malaria grassierte, mag sich heute niemand mehr so recht vorstellen. In der wasserreichen Gemeinde gab es eine größere Zahl von Feuchtgebieten, Mooren, Seen und Weihern, die bis auf kleine Reste schon vor langer Zeit trocken gelegt wurden. Um manche dieser Gewässer, deren klingende Namen sich gelegentlich noch in Gewannen oder Straßenbezeichnungen finden, ranken sich bis heute Legenden.

Bei manchen der Gewässer lässt sich die frühere Lage ungefähr rekonstruieren, bei anderen tut man sich mit der Verortung schwerer. Als Beispiel sei zunächst der Nägelesee genannt. Dieser tauchte, obwohl längst trockengelegt, als Gewannbezeichnung noch 1920 in Stadtplänen als trapezförmige Fläche auf – zwischen der Knopfhäuslesiedlung im Westen und der Möslestraße im Osten, südlich und nördlich begrenzt durch Schützenallee und Schwarzwaldstraße. Als diese Fläche, bis dahin noch als Fußballplatz genutzt, zum Messplatz wurde, verschwand die Bezeichnung an der Stelle.

Das Gewann „Nägelesee“ gesäumt von Alleen auf einer vom Schloßberg aus aufgenommenen Fotografie von 1912…
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Ein Beitrag zur Baukultur

…sollen die vom Gemeinderat auf den Weg gebrachten Gestaltungs- und Erhaltungssatzungen Waldsee sein. In der Hansjakobstraße lässt die hier abgebildete Verbretterung eines Grundstücks Raum für Spekulationen: Nach einem Provisorium oder Bauzaun sieht das nicht aus – man könnte fast auf die Idee kommen, hier habe jemand noch rasch Fakten schaffen wollen, bevor eben jene Gestaltungssatzung solchen Entwicklungen einen Riegel vorschiebt. In jedem Fall bleibt zu hoffen, dass dieser fragwürdige Beitrag zur Baukultur nicht Schule macht, und dass es möglichst bald gelingen möge, jene Satzung zu verabschieden – auf dass uns weitere Exemplare dieser Art erspart bleiben…

Text und Fotos Helmut Thoma, BV

Das Ende der „Eisenbahn“ in der Hildastraße

Aus Freiburgs Archiven

Sie haben richtig gelesen: es gab Ende des 19. Jahrhunderts eine Eisenbahn durch die Hildastraße vom (alten) Wiehrebahnhof zur Risler’schen Knopffabrik; vertraglich war 1888 vereinbart worden, dass die Stadt eine Entschädigung von 5000 M zahlen muss, wenn der Bahnbetrieb zwischen 1898 und 1908 eingestellt werden muss. Es handelte sich um eine Pferdebahn, wo Pferde auf sogenannten Rollbockwagen die Güterbahnwagen per Huckepack auf Parallelgleisen zu den später verlegten Straßenbahngleisen durch die Hilda-/Talstraße zur Knopffabrik zogen. Die Güterwagen einfach per Weiche umzuleiten und von Dampflokomotiven ziehen zu lassen gestattete die Eisenbahnverwaltung nicht. Auf der Spurweite von 1,00 m der Straßenbahn konnten die Eisenbahnwagen mit einer Spurweite von 1,43 m auch nicht fahren, deshalb lagen zwischen 1888 und 1904 tatsächlich zwei parallele Gleise in der Hildastraße zwischen der Urach- und Talstraße.
Zwischen den Gleisen musste immer wieder das Pflaster repariert werden. Im Januar 1900 forderte deshalb das Tiefbauamt von Risler 270,10 M für eine solche Reparatur, weil die Schäden nur zwischen den Gleisen aufgetreten und somit auf den Bahnbetrieb zurückzuführen seien. Risler weigerte sich mit dem Argument, er habe seinerzeit 10 000 M zu den Kosten der Höllentalbahn beigetragen und Gelände im gleichen Wert unentgeltlich an die Stadt abgetreten, um die Erlaubnis zur Herstellung des Anschlussgleises zu erhalten. […] Zudem wären die Kosten für den Straßenunterhalt viel größer, wenn wir sämtliches Material statt auf unserer Bahn per Achse [d. h. mit Fuhrwerken] in die Fabrik beförderten. Die Stadt blieb auf den Kosten sitzen.
1901 wurde eine Straßenbahn von der Loretto- über Urach- und Hildastraße zur Schwabentorbrücke eröffnet; das barg erneut Konfliktpotenzial. Laut Konzessionsvertrag müsste eine elektrische Straßenbahn den Besitzern anderer Bahnen die Benutzung der Straßenbahngleise bis auf eine Länge von 300 m gestatten, was in diesem Fall durch die parallel verlegtenen Gleise nicht notwendig war.

Straßenbahnwagen wie er baugleich für die Linie B ab Dezember 1901 zwischen Hauptbahnhof-Schwabentorbrücke-Wiehrebahnhof und Lorettostraße fuhr. Foto: Privat
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Graffiti-Künstler

Die Fußgängerunterführung an der Hirzbergstraße bietet auf legale Weise jedem Graffiti-Künstler die Möglichkeit, seine Werke darzubieten und auf diese Weise das triste Grau zu verschönern. Wir trafen Boa One und Beat bei der Arbeit und kamen mit ihnen ins Gespräch. Sie waren auch bereit, sich fotografieren zu lassen – aber das Gesicht sollte nicht zu erkennen sein. Anonymität gehört zum Berufsethos, ebenso, dass die Werke mit einem persönlichen Autorennamen versehen und neue Graffiti nicht gleich wieder übersprüht werden.

So sehr illegale Graffiti an Häusern oder Fahrzeugen abzulehnen sind, so sehr sind sie an legalen Stellen zu begrüßen.
K.-E. Friederich, BV

Drei neue Dauer- Blitzer in unseren Stadtteilen

Die Stadtverwaltung hat auf die nicht von allen Autofahrer*innen respektierten 30 Zone Geschwindigkeitsregeln reagiert und in den letzten Wochen fünf neue Dauer-Blitzer installiert. Drei davon befinden sich in den Stadtteilen Oberwiehre-Waldsee.

Blitzer: 1) Schwarzwaldstraß gegenüber Ganter, 2) Schwarzwaldstraße beim TC Freiburg,
3) Untere Hansjakobstraße Fotos: Lehmann
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