Lust auf Grillen? – Nachbarschaftspflege

Gelebte Nachbarschaft erhöht die Lebensqualität im Stadtteil. An dieser Stelle wird im Bürgerblatt regelmäßig „Nachbarschaft“ als Thema aufgegriffen – konkrete Beispiele geben Anregungen, denn „Nachbarschaft ist machbar, Frau und Herr Nachbar“.

Lust auf Grillen?

Statt auf der Terrasse oder dem eigenen Balkon kann man mit Freunden im Freiburger Osten auch ganz legal in der freien Natur grillen. Das Forstamt Freiburg listet auf seiner Homepage www.forsthuetten-freiburg.de, Tel: 0 7 61 / 2 01-62 02 viele Grillhütten, die man gegen eine Gebühr mieten kann. Z.B. die Ottilien-Hütte im Stadtteil Waldsee in der Verlängerung der Kartäuser Straße in Richtung St. Ottilien. Dort haben ca. 20 Personen Platz. Es gibt Biertischgarnituren und ein Biokompost Toilette in der Nähe. Nicht weit davon ist die Vogelsanghütte, wo bis zu 30 Leute Platz finden. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Freundeskreises Altenhilfe haben einmal im Jahr die Chance auf der Welchentalhütte zu grillen. Wer also Interesse hat, ein wenig Zeit für alte Menschen zu spenden, melde sich beim Verein per Mail info@freundeskreis-altenhilfe.de oder Tel: 0761 2108570. Vielleicht sind Sie dann schon im nächsten Jahr dabei im Welchental!

Mehr Infos unter: www.freundeskreis-altenhilfe.de

Leserbrief

Wildes Parken auf dem Rad-und Fußweg am ZO

Liebe Redaktion des Bürgerblatts Oberwiehre-Waldsee,
zum wiederholten Male wende ich mich wegen der missbräuchlichen Nutzung des Fuß- und Radwegs zum Haupteingang des ZO als Parkplatz an Sie. Obwohl ich mehrmals die Woche diesen Weg begehe, ist mir erst kürzlich aufgefallen, was ich im Folgenden beschreibe.

Trotz klarer Beschilderung als Gehweg (mit Freigabe für Radfahrer) ständig als Parkplatz genutzt | Foto: Klugemann
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Neubau der Freien Demokratischen Schule Kapriole

Sommer, Sonne, Ferienzeit – die haben sich die Lehrerinnen, Schülerinnen und Eltern der Freien Demokratischen Schule Kapriole in diesem Jahr so richtig verdient. Die letzten Wochen und vor allem Wochenenden hat die Schulgemeinschaft damit verbracht, einen Teil der Schule, den sogenannten „Ostflügel“, vollständig auszuräumen und für den bevorstehenden Abriss vorzubereiten. Ab Montag, 29.7.2019, ist es soweit: Gleich mit Beginn der Sommerferien wird das alte Schulgebäude abgerissen, um dem lang ersehnten und in jahrelanger Vorbereitung geplanten Neubau Platz zu machen. „Wir sind froh, dass bis hierhin alle Hürden erfolgreich genommen wurden und der Neubau nun endlich starten kann“, freut sich Silvia Aliprandi, Lehrerin an der Kapriole und eine von drei Bauvorständ*innen. Denn an Hürden galt es einige zu überwinden: Die Kapriole ist eine Schule in freier Trägerschaft, die sich zu einem guten Teil aus Elternbeiträgen finanziert. Der Neubau ist somit ein Projekt, das auch finanziell von den Eltern gestemmt werden muss, von denen einige mittlerweile nahezu Profis im Einwerben von Spenden und Direktkrediten geworden sind.

Mit Beginn der Schulferien begann der Abriss des „Ostflügels“ | Foto: Lehmann
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Maximilian Dortu: ein kurzes Leben für die Freiheit

Am 31. Juli 1849 wurde auf dem damaligen Wiehre-Friedhof, dem heutigem Spielplatz Alter Wiehre-Friedhof, Maximilian Dortu, Teilnehmer der Badischen Revolution von 1848/49 hingerichtet. Am 31. Juli 2019 fand zum 170. Gedenktag seiner Verurteilung zum Tode die szenische Aufführung seines Prozesses „weil ich für die Freiheit des Volkes gekämpft habe“ statt. Rund 250 interessierte Zuschauer verfolgten die Aufführung der Schauspieler Wigand Alpers, Peter Haug-Lamersdorf und Burghard Wein.

Szenisches Strafgericht zur Verurteilung von Maximilian Dortu auf dem heutigen Erwin-Spielplatz Foto: Lehmann
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Konkretisierungs-Phase beim Stadttunnel Freiburg

Es tut sich was!

Der Gemeinderat wird Ende Juli 2019 über den Sachstand der Planungen für den Stadttunnel mit dem Vollanschluss am „Ganterknoten“, über das weitere Vorgehen bei der Erarbeitung der städtebaulichen Zielkonzepte und der Untersuchung möglicher Verkehrsabwicklungen bei der Sperrung einer Tunnelröhre bei Havarien informiert. Mit diesem Beitrag wollen wir hierüber eine Sachstandinformation geben.

Der Stadttunnel Freiburg stellt für die Region, für die Stadt Freiburg, aber besonders auch für die Bewohner des Freiburger Ostens ein sehr wichtiges, jedoch auch sehr einschneidendes Projekt dar. Einschneidend im wahrsten Sinne des Wortes, denn die während der geplanten fünfjährigen Bauzeit des Stadttunnels entstehende Baugrube vor der Ganter-Brauerei wird nicht nur als Baugrube Dimensionen annehmen wie sie in Freiburg bisher nicht vorkamen, sondern auch zu erwartenden Verkehrsproblemen mit ebenfalls neuen Dimensionen führen. Nach prognostizierter Fertigstellung des Tunnels ab 2029 ergibt sich jedoch eine neue Freiraumsituation an der Oberfläche, deren Gestaltung bereits schon heute Thema bei den bestehenden und kommenden Bürger-Beteiligungs-Gremien ist. Die nebenstehende Computer-Animation mit der Maria-Hilf-Kirche im Vordergrund und der Ein-und Ausfahrt in West-Richtung (Einfahrt bei der Schwendistraße – Ausfahrt in Höhe Bürgerwehrstraße), sowie im Bildhintergrund die Einfahrt- und Ausfahrt in Ost-Richtung (Einfahrt Einmündung Talstraße – Ausfahrt Nägeleseestraße), visualisiert dieses Gebiet nach der Tunnel-Fertigstellung und zeigt gleichzeitig die Chancen für eine neue Qualität der Oberflächengestaltung in diesem Bereich auf.

Computer-Animation mit Tunnel Ein-und Ausfahrten am „Ganterknoten“. | Quelle: RP Freiburg

Mit der Aufstufung der unterirdischen Trasse im Zuge der Verkehrsfreigabe des Stadttunnels zur Bundesautobahn (BAB A 860) wurde die Bundesautobahn-Gesellschaft für die weitere Planung und Umsetzung zuständig. Es folgte jedoch eine Rückdelegation an das Regierungspräsidium Freiburg, so dass zurzeit das Regierungspräsidium (RP) Freiburg für die unterirdische Trasse und die Stadt Freiburg für die Oberflächengestaltung zuständig sind. Zitat aus der Gemeinderats-Beschlussvorlage: „Gemeinsam setzten sie sich dafür ein, die Planungen zügig voranzubringen. Dabei steht im Fokus, für alle Themen technisch und verkehrlich umsetzungsfähige Lösungen zu erarbeiten, die stadtverträglich und mit den städtischen Zielkonzepten vereinbar sind und die an der Oberfläche links und rechts der Dreisam einen grünen, attraktiven urbanen Stadtraum entstehen lassen“.

Vier Säulen Bürger-Beteiligungsmodell | Quelle: RP/Stadt Freiburg

Vom Regierungspräsidium und der Stadt wurde in Zusammenarbeit mit den beteiligten Bürgervereinen und der Stadttunnel-Initiative ein Beteiligungskonzept entwickelt, das aus den Säulen Informationsveranstaltungen, Begleitgruppe, Facharbeitsgruppen und der Online-Plattform besteht. Durch eine enge Verzahnung zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerschaft soll ein konstruktiver Dialog zu den Inhalten und zum Ablauf des Projektes entstehen. Hierdurch erhofft man sich:
• eine Erhöhung der Akzeptanz für das Vorhaben in der Bürgerschaft;
• Anregungen und Ideen von außen;
• weniger Konflikte, indem gemeinsam nach guten Lösungen gesucht wird.
Die Beteiligung der Öffentlichkeit begann mit einer Informationsveranstaltung am 04.05.2018. Aufgrund der dort gesammelten Interessensbekundungen zur Mitarbeit an einzelnen Teilthemen wurden daraufhin Arbeitsgruppen für die Themen bzw. räumlichen Teilbereiche festgelegt: Tunnelbau West („Westportal“); Tunnelbau Ost („Ganterknoten“); Verkehrskonzept; Mensch und Umwelt und Oberflächengestaltung.

Für die Arbeitsgruppe „Oberflächengestaltung“ liegt die Federführung bei der Stadt Freiburg, für die übrigen Arbeitsgruppen beim RP Freiburg. Zurzeit wird mit Vehemenz an der Entwurfsplanung, die im Januar 2018 begonnen hat und voraussichtlich bis zum Ende des Jahres 2020 oder Anfang 2021 abgeschlossen sein wird, gearbeitet. Parallel hierzu sollen in den zuvor genannten Beteiligungsgruppen wichtige Leitfragen mit folgenden Szenarien bearbeitet werden:

  • Wie kann nach Inbetriebnahme des Stadttunnels das Verhältnis zwischen der
  • Stadt Freiburg und der Dreisam neu definiert werden (Stichwort „Stadt am Fluss“)?
  • Wie naturbezogen („grün“)/wie steinern („urban“) soll der Raum werden?
  • Wieviel und welche Art von „Belebung“ ist gewollt?
  • Was verträgt die Umgebung?
  • Welchen Charakter sollen die Teilräume in den Leitszenarien haben: Park, Promenade, Fußgängerzone, multifunktionale Stadtstraße, vom Verkehr geprägte Straße, Gastronomiemeile, Partyzone, Ruhe-Oase, …?

Wieviel Verkehr muss und soll sein?

  • Qualitäten und Belastungen bündeln oder auf beide Seiten verteilen?
  • Wie passen die verschiedenen Leitkonzepte zu Anforderungen wie
    Klimaadaption, Förderung der Biodiversität, Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie.

Im Sommer 2018 wurde außerdem der Internetauftritt www.stadttunnel-freiburg.de; eingerichtet, über den Informationen zum Projekt vermittelt und die Aktivitäten dokumentiert werden. Über diese Plattform können sich interessierte Bürger registrieren lassen und sich aktiv am weiteren Fortgang der Stadttunnelplanung beteiligen. Des Weiteren werden wir Sie regelmäßig mit unserem Bürgerblatt über den Stand des Verfahrens informieren.

Hans Lehmann, BV

21. Dreisamhock – der Bürgerverein lädt wieder ein

Wieder dabei: Unit5 am Samstagabend | Foto: Lehmann

Traditionell am letzten Ferienwochenende veranstaltet der Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee zusammen mit Vereinen aus unserem Stadtteil den inzwischen 21. Dreisamhock vom Freitag, 6. Bis Sonntag, 8. September 2019 im Ganter Hausbiergarten an der Dreisam mit buntem und interessantem Musik- und Unterhaltungsprogramm für Jung und Alt.

Also, bitte vormerken: Letztes Ferienwochenende im September ist der Dreisamhock – wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee

Sanierung Knopfhäusle-Siedlung

Historische Ortsanalyse liegt vor

Eine der Sanierungs-Voraussetzungen der denkmalgeschützten Knopfhäusle-Siedlung war die Erstellung einer historischen Ortsanalyse. Die Stadt beauftragte hierfür Frau Architektin Lampert-Grohe, die die historische Entwicklung der Siedlung analysiert und in einem interessanten Bericht zusammengefasst hat.

Den Bericht in seiner Gesamtheit können wir erst nach der Gemeinderatssitzung zur Knopfhäusle-Siedlungs- Sanierung am 01. Oktober 2019 auf unsere Homepage stellen, wir haben jedoch die Genehmigung der Stadt Freiburg erhalten in Auszügen daraus zu berichten. Sehr detailliert wird auf die Entstehungsgeschichte der Siedlung eingegangen, die Jeremias Risler, -ein Elsässer Fabrikant- , zur Bindung seiner Arbeiter und Angestellten an seine 1847 in Freiburg gegründete Porzellan-Knopffabrik, zwischen 1869 und 1886 erbauen ließ. Als besondere bauhistorische Kennzeichen dieser ersten badischen Arbeitersiedlung werden das leiterartige Straßennetz, die ehemals als Nutzgärten angelegten Vorgärten und der einstige Trockenplatz, -der heutige Spielplatz-, genannt. Der abgebildete Gemarkungsplan von 1900 verdeutlicht die getroffenen Aussagen und zeigt daneben am linken Bildrand die Bebauung des „Schützen-Areals“, das in seiner Grundstruktur ebenfalls bis heute erhalten blieb.

Gemarkungsatlas 1900, Bearbeitungszeitraum 1882-1899 | Quelle: Bericht Historische Ortsanalyse
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Pächter auf St. Ottilien

Aus Freiburgs Archiven

Neben der Kapelle von St. Ottilien steht das Gasthaus als beliebtes Ausflugsziel. Das Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, hatte jedoch Vorgänger, die städtisches Eigentum waren und verpachtet wurden. Der jeweilige Wirt betrieb auch Landwirtschaft, die Wiese unterhalb St. Ottilien zeugt davon.

Ottilien Gartenwirtschaft –Aufnahme 1893 | Quelle: Wikipedia
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Etwas Gescheites tun

Wie befriedigend ehrenamtliche Tätigkeit sein kann

Aufmerksam wurde Karl-Heinz Winkler durch eine kleine Anzeige im Littenweiler Dorfblatt. Ehrenamtliche Helfer wurden da gesucht, die helfen das Mittagessen in der Wohnanlage Kreuzsteinäcker auszugeben. Karl-Heinz Winkler hat sich das angeschaut und macht das jetzt schon 15 Jahre. Der Mittwoch ist sein Tag, dann geht er in die Wohnanlage, hilft beim Richten des Mittagessens, beim Ausgeben oder schneidet den Sehbehinderten das Fleisch. Alle Bewohner kennen und mögen ihn, er ist ein fester Bestandteil in der Wohnanlage geworden. „ Ich mache das, weil ich dort das Gefühl habe, tatsächlich helfen zu können,“ sagt er. Ein Lachen hier, ein netter Gruß dort, die Bewohner der Wohnanlage danken es ihm – jeden Mittwoch.

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