Trägt ihr Haus schon grün? Gute Gründe für die Begrünung Ihres Hauses.

Urbaner Raum soll grüner werden: Start der ersten Beratungswoche für das Förderprogramm GebäudeGrün hoch³. Ein Programm für eine grünere, kühlere und artenreichere Stadt sowie
Anpassung an den Klimawandel

Interessierte können Förderanträge für Dachbegrünung, Fassadenbegrünung oder Entsiegelungsmaßnahmen beim Umweltschutzamt stellen. Der Online-Förderantrag, die Formulare sowie Kontaktmöglichkeiten für eine Terminvereinbarung zur
kostenlosen Erstberatung bei dem Fachdienstleister Bundesverband GebäudeGrün (BUGG) gibt es unter: www.freiburg.de/gg3

Die Gebäudebegrünung trägt in erster Linie dazu bei, die Resilienz
gegenüber den Folgen des Klimawandels in der Stadt zu erhöhen.
So kann etwa mehr Regenwasser aufgenommen werden und bei
der Verdunstung die Umgebung kühlen, und die Luftqualität wird
verbessert, da Staub und Schadstoffe gebunden werden.
Außerdem entstehen Lebensräume für Tiere und Pflanzen, die
Biodiversität in der Stadt wird gestärkt.
Die Fördersummen variieren je nach Maßnahme und können
durch zusätzliche Förderbausteine ergänzt werden. Maximal
können 50 Prozent der förderfähigen Kosten beziehungsweise
5000 Euro pro Jahr und Liegenschaft gefördert werden. Auch eine
Kombination mit anderen städtischen Förderprogrammen zum
Klimaschutz (z.B. Solar-Gründach) oder auch zum Artenschutz
(z.B. Biodiversitätsgründach) ist möglich.

Statt einer Neujahrsansprache

Der Neujahrsempfang muss auch in diesem Jahr wieder ausfallen. Die Pandemie hat uns leider immer noch fest im Griff. Ich kann nur hoffen, dass wir mit dem 6. Januar, an dem unser Neujahrsempfang geplant war, wieder zuversichtlicher nach vorne gucken können und der Wunsch, den wir gegenüber Familie, Freunden und Bekannten üblicherweise zum Jahreswechsel aussprechen „ein Gutes Neues Jahr“ dann widerspiegelt, dass wir das Schlimmste- pandemiebezogen hinter uns haben.

Während ich dieses schreibe, ist das leider nicht absehbar. Auf Bundesebene sind gerade umfangreichere Maßnahmen beschlossen worden, Baden-Württemberg hat in vielen Bereichen mindestens 2G eingeführt und Freiburg hat eine Inzidenz von knapp 440.

Als Biologin kenne ich mich mit Viren vergleichsweise gut aus. Sie sind ein Wunder der Anpassung und Entwicklungsmöglichkeiten. Sie sind auf „Wirte“ angewiesen, denn sie verfügen über keine eigenen Vermehrungsmöglichkeiten. Dafür brauchen sie die Zellen ihrer Wirtsorganismen. Viele dieser kleinen biologischen Einheiten leben in vielen Pflanzen, Tieren und Ökosystemen, ohne dass wir irgendetwas davon merken.  Indem wir Menschen Pflanzen, Tieren und Ökosystemen so viel Lebensraum genommen haben, haben wir die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass wir tierischen Viren begegnen, die uns als neue Wirte nutzen und damit für uns schädlich sind.

Der Internationale Biodiversitätsrat (IPBES), zusammengesetzt aus führenden Biodiversitätsforschern weltweit, stellt denn auch unmissverständlich fest, dass die Umweltveränderungen, die wir im globalen Maßstab verursacht haben wie Entwaldung, Versiegelung von Flächen, Intensivierung der Landwirtschaft, Zerstörung von Regenwäldern und dem Klimawandel dazu beitragen, dass wir immer wieder mit Pandemien konfrontiert werden (können). Diesmal hat es uns weltweit besonders schlimm getroffen.

Wir müssen nicht nur den Klimawandel aufhalten, sondern auch den Verlust an biologischer Vielfalt stoppen – für uns und für unsere Kinder oder wie andere sagen, wir müssen diese Welt enkeltauglich gestalten. 

Dafür können wir auch vor Ort einiges beitragen, indem wir unsere häusliche Energieversorgung auf regenerative Energien umstellen, Wälder erhalten und nachhaltig bewirtschaften, insektenfreundliche Gärten und Grünflächen gestalten, den Flächenverbrauch stoppen und Flächen, überall wo es möglich ist, wieder entsiegeln. 

Lassen Sie uns als Bürger:innen unserer Stadtteile dazu beitragen, Schritte in die richtige Richtung zu gehen.  Ich finde unsere Stadtteile sind dabei bereits auf einem guten Weg, aber es gibt immer Luft nach oben.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein „Gutes Neues Jahr“ und freue mich auf persönliche Begegnungen 2022!

Beatrix Tappeser, Vorsitzende BV 

Antrag auf Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereiches in der Fritz-Geiges-Straße

Das Garten und Tiefbauamt hat uns darüber informiert, dass ein Anwohner beantragt hat, die Fritz-Geiges-Straße als verkehrsberuhigt auszuweisen. Offensichtlich erreichen das GuT derzeit sehr viele Anträge, so dass eine Prüfung wohl erst in der ersten Jahreshälfte 2022 erfolgen kann. Als Bürgerverein unterstützen wir das Anliegen und sind gespannt, wie die Prüfung ausgehen wird.

Beatrix Tappeser, BV

Freiburger Straßenschule

Beratung auf der Straße? Oft geht es gar nicht anders. Die Psychologin Johanna Mergel ist seit einem Jahr für die Freiburger Straßenschule und deren Projekt „DrachenFlieger“ zuständig. Hier geht es um sogenannte aufsuchende Hilfe für psychisch erkrankte Straßenjugendliche.  Ermöglicht hat es die „Aktion Mensch“ mit der festen Zusage einer fünfjährigen Förderung. Mitte November besuchten jetzt Erol Celik und Anja Incani, eine Delegation des Förderbereichs Kinder und Jugendliche der „Aktion Mensch“ die Freiburger Straßenschule: Sie wollten sich nach den bisherigen Erfahrungen des Projekts erkundigen. 

Drei Personen von links: Aktion Mensch,rechts hinten: Johanna Mergel, Psychologin/Freiburger StraßenSchule,rechts vorne: Christine Devic, Öffentlichkeitsarbeit & Förderungen/Freiburger StraßenSchule.
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Klimasplitter

Holz ist zu wertvoll, um es zu verbrennen.

Vor einigen Wochen erschien in der englisch-sprachigen Zeitung „National Geographic“ ein umfangreicher Artikel zum Raubbau und der Zerstörung nordamerikanischer Wälder für die Pelletheizungen und Kraftwerke in Europa. Skandalös ist die Abholzung „geschützter“ Urwälder in Rumänien und der Ukraine, begünstigt durch die dort notorische Korruption.

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75 Jahre Musikhochschule

„Wie schön, so etwas wieder zu sehen, wieder zu hören!“ Mit diesen Worten eröffnete Ludwig Holtmeier, Rektor der Musikhochschule, am 18. November den Festakt anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens. Nach der Begrüßung der zahlreich erschienenen Ehrengäste aus Nah und Fern erinnerte Karl-Reinhard Volz, Vorsitzender des Hochschulrats, an die Gründung durch den damaligen Freiburger Oberbürgermeister Wolfgang Hoffmann 1946 als Beitrag zum „seelischen Wiederaufbau“ nach der Brutalität des Nationalsozialismus mit ihren verheerenden Folgen gerade auch für unsere Stadt. Diese Gründung erwies sich national und international als überaus erfolgreich, sodass sie schon zwei Jahre später in staatliche Hand übergehen konnte. Petra Olschowski, Staatssekretärin im Stuttgarter Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, erinnerte an die Zusammenarbeit im Dreiländereck – jede fünfte Lehrperson stammt aus Frankreich! – und verwies auf die Zusammenarbeit mit der Universität, etwa im Rahmen des Instituts für Musikermedizin, was sich in den gegenwärtigen Zeiten der Pandemie als besonders hilfreich erwiesen hat. An die Internationalität knüpfte auch Oberbürgermeister Martin Horn an: 172 Nationen sind an der Musikhochschule vertreten, sie ist eine „Kaderschmiede auf höchstem Niveau“ und bereichert die vielseitige Freiburger Musiklandschaft.

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