Bachpaten Müllaktion

Die Aktion „Ich mach Gewässer frei!“ der Bachpaten soll helfen

Ab sofort gibt es Aktionsbeutel im Rathaus im Stühlinger

Zu viel Müll in städtischen Gewässern: Von Plastiktüten, aufgebrochenen Fahrradschlössern bis hin zu Gartenzwergen ist alles dabei. Das soll sich ändern. Die Bachpaten starten deshalb die Aktion #ichmachgewässerfrei. Dabei kann jeder Seen, Flüsse und Bäche von Unrat befreien. 

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22. Dreisamhock des Bürgervereins Oberwiehre-Waldsee

im Ganter-Hausbiergarten – dieses Jahr nur am Samstag 11.09.2021

Nach dem Totalausfall im letzten Jahr veranstaltet der Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee zusammen mit Vereinen aus dem Stadtteil dieses Jahr wieder den inzwischen 22. Hock auf dem Biergartengelände an der Dreisam.Coronabedingt findet die Veranstaltung dieses Jahr allerdings nur am Samstag, 11.September, also wie immer am Ende der Sommerferien, statt. Im Programm ist wieder ab 14.00 Uhr ein Kinder- und Familiennachmittag mit Spielen, Basteln und Hüpfburg, eine Kaffee- und Kuchentheke sowie ein Infostand der Verbraucherzentrale zu Heizungserneuerungen, eine Fotoshow zur Jubiläumsaktion DreisamFolly und am späten Nachmittag und nach dem traditionellen Fassanstich um 18.00 Uhr am Abend Livemusik nach dem Motto „Rock beim Hock“ mit dem Unit5-Trio und der Unit5-Band. Highlight um 16.00 Uhr ist die Filmvorführung des Films „Dreisamlibellen“, ein Film über Wasser, gewaltfreie Proteste und Freundschaft. Über 200 Kinder und Jugendliche aus allen Stadtteilen Freiburgs spielen in dem Film mit und bringen eigene Ideen ein. Mit dabei sind am Nachmittag einige Jungendliche Dreisamrebellen, die Sängerin Be Ignacio und die Regisseurin Felicia Jübermann. Sie geben eine kurze Einleitung, stimmen uns mit einem Live-Song ein und stehen danach für Fragen zur Verfügung.Für das leibliche Wohl sorgen auch in diesem Jahr wieder der Bürgerverein mit Kaffee und Kuchen, die Waldseematrosen mit Sekt- und Weinausschank und der Ganter-Hausbiergarten bietet -wie gewohnt- eine Vielfalt an Getränken und Speisen u.a. mit Hofeis und dem traditionellen „Backsteinkäs um Viere in der Wiehre“.Der Dreisamhock findet unter dem Vorbehalt der offiziellen amtlichen Regelung über Zusammenkünfte entsprechend den am Veranstaltungstag gültigen Corona-Regelungen statt. Bei schlechtem Wetter finden die Veranstaltungen in der Wodanhalle auf dem Biergartengelände statt. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist wie immer frei.Das gesamte Programm kann auf der Webseite des Bürgervereins unter www.oberwiehre-waldsee.de aufgerufen werden.

Die Einladung als Plakat:

Soll und Haben nach sechs Jahren Bürgervereins-Vorsitz

Der Rückblick auf eine durchmischte Bilanz

Gleich vorweg, bei einer Stadtspitze, die das Instrument der strategischen Geduld, oder des auf die lange Bank Schiebens in Perfektion beherrscht, ist eine dem Satzungszweck entsprechende Bürgerbeteiligung oder Interessensvertretung nur durch Bündelung aller Kräfte des Gesamtvorstandes möglich. Der oder die jeweilige Vorsitzende sollte sinnvollerweise nur für eine begrenzte Zeit die Verantwortung hierzu übernehmen, denn Verschleißerscheinungen an der Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft sind unausweichlich. Deswegen ist mein Verzicht auf eine erneute Wiederwahl nicht irgendwelcher aktuellen Entwicklungen geschuldet, sondern war bereits zum Amtsantritt 2015 festgelegt.

Unsere Satzung sieht für den oder die Vorsitzende herausfordernde ehrenamtliche Aufgaben vor. Diese können auf unserer Web-Site (www.oberwiehre-waldsee.de/Bürgerverein/Mitglied werden/Satzung) nachgelesen werden. Meine persönliche Bilanz, die auch immer den Gesamtvorstand einbezieht, folgt einer Soll- und Haben-Betrachtung.

Der aktuelle Vorstand der letzten Jahre wird altersbedingt nach der Mitgliederversammlung im Juli 2021 viele neue Gesichter haben. Foto: Große

Die Haben Seite:

Der Vorsitzenden Wechsel von Karl-Ernst Friederich auf Hans Lehmann erfolgte in der Phase der Umsetzung des STELL-Prozesses (STELL: Stadtteil-Entwicklungs-Leitlinien). Mit den von der Stadt zur Verfügung gestellten Finanzmitteln waren wir Geburtshelfer der Erhaltungssatzungen der Stadt, rüsteten ergänzt durch Spendengelder, die Nordseite der renaturierten Dreisam mit insgesamt 14 Sitzbänken aus und statteten in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen-Gymnasiums und der Pädagogischen Hochschule wertvolle historische Bauten unserer Stadtteile mit Infotafeln nach dem Vorbild der Innenstadt aus. Die erste Dreisamboulevard-Ausstellung 2017 zeigte, was an der Oberfläche machbar ist, wenn der Durchgangsverkehr durch einen Tunnel geführt wird. Drei Projekte mit echtem Zugewinn für unsere drei Stadtteile.

Ebenfalls vom Vorgänger-Vorstand übernommen haben wir die moralische Verpflichtung zum Erhalt und zur Pflege der renaturierten Dreisam samt den angrenzenden Kartauswiesen und dem Hirzberg. Es ist ein gut zusammenarbeitendes Netzwerk aus Regierungspräsidium, Umweltschutzamt, dem Garten- und Tiefbauamt der Stadt Freiburg und uns entstanden. Unser Betreuerteam vor Ort ist enorm fleißig und sorgt mit seinem Einsatz dafür, dass die durch unterschiedliche Ursachen entstandene Schäden schnellstmöglich behoben werden; es sorgt durch Führungen dafür, dass Kinder und Erwachsene echten Natur- und Landschaftsschutz erleben können.

Im gleichen Areal befindet sich das historische Bauernhaus Meierhof auf dem Kartausgelände. Für dessen Erhalt kämpften wir unverdrossen, die vielen Bürgerblattartikel über den zum Abriss Verdammten machten ihn zu unserem „Medienstar“. Unser Mitwirken beim letztendlichen Erhalt macht uns ein bisschen stolz. Ebenfalls stolz sind wir darauf, dass nun das Startsignal zum Weiterbau der Stadtbahn nach Osten vom Gemeinderat gegeben wurde. Zwar sind wir gebietsmäßig nicht unmittelbar betroffen, die positiven Auswirkungen auf unsere Stadtgebiete werden jedoch durch das an der Endhaltestelle errichtete Parkhaus mit knapp 600 Fahrzeugen beträchtlich sein.

Die Flüchtlingskrise Ende 2015 ereilte uns in besonderer Weise. Nachdem klar war, dass die alte Stadthalle zur größten Notunterkunft der Stadt werden wird, standen wir vor der Frage „raushalten oder einmischen“. Schnell war klar, dass wir uns einmischen mussten, denn bis zu 450 kaum betreute Flüchtlinge im Stadtteil Oberwiehre war für uns keine Alternative. In der Hochzeit der Krise betreuten über 400 ehrenamtliche Helfer*innen ebenso viele Flüchtlinge, die Koordinationsarbeit hierfür wurde größtenteils von uns geleistet. Eine riesige Herausforderung für den Vorstand. Lohn der Arbeit war der Ehrenamtspreis 2016 der Stadt Freiburg.

Ebenfalls auf der Haben-Seite verorten wir die Mitwirkung beim Erhalt der Knopfhäusle. Aktuell können wir im Sanierungsbeirat auf „Augenhöhe“ unsere Stimme einbringen.

Als aktuelles Großprojekt sei noch die Mitwirkung beim Klimaprojekt Waldsee genannt. Hier sind wir Medienbegleiter des ausführenden Umweltschutzamtes und als Multiplikatoren tätig. Ein großartiges Projekt, das hoffentlich sein Ziel erreicht, gemeinsam Klimaschutz auf lokaler Ebene voranzubringen.

Der Dreisam-Hock ist seit 23 Jahren im Spätsommer der jährliche Höhepunkt unserer Vereinsarbeit. Im Ganter Biergarten treffen sich Bevölkerung und Vorstand zu einem dreitägigen Programm aus Spiel, Politik, Musik und Gottesdienst. Unser Aktivitäten-Markenzeichen schlechthin.

Zwischen Soll und Haben gibt es die Grauzone Bauen. Das ist der Bereich mit der größten persönlichen Betroffenheit der Bürger, bei deren Mitwirkung wir jedoch durch Datenschutz-Vorwände der beteiligten Ämter von einer echten Mitwirkung ausgeschlossen bleiben. Hier haben wir meist nur eine Kommentierungs-Rolle inne, für uns und die betroffenen Bürger*innen sehr unbefriedigend.

Die Soll-Seiten sind leider ähnlich lang wie die Haben Seite:

Außer Vertröstungen sind wir trotz eines aktiven runden Tischs Lycée Turenne keinen sichtbaren Schritt vorangekommen. 2022 jähren sich 30 Jahre Leerstand des Westflügels und der Turnhalle im Hof. Eine zermürbende Tatsache, die durch den nun mehr Pandemie geschädigten Haushalt der Stadt mit wenig Hoffnung auf baldige Aktivitäten zusätzlich belastet wird. Ein Trauerspiel.

Ein weiteres Opfer der anfänglich erwähnten strategischen Geduld scheint nun auch die alte Stadthalle zu werden. Abenteuerliche Gerüchte von Wohnungsbau bis hin zu Gerichtssälen lassen unsere Forderung einer Wiederbelebung als Halle der Bürger für Bürger mit unterschiedlichen Nutzungskonzepten ins Nirwana entschwinden. Eine versprochene aktive Beteiligung von uns durch den derzeitigen zuständigen Bürgermeister hat sich in Schall und Rauch aufgelöst. Eine sehr, sehr unbefriedigende Entwicklung. Ähnlich ergeht es uns bei der Bebauung des Ganter-Areals. Ständige neue Wasserstandsmeldungen lassen uns den Glauben verlieren, dass das derzeitige Management willens und in der Lage ist, dieses Drama eines ungenutzten „Sahne-Grundstückes“ in bester Lage zu einem guten Ergebnis zu bringen. 

Nach der neusten Hiobsbotschaft aus dem Regierungspräsidium betreffs eines vom Dreisamforum geforderten und von uns unterstützen Durchfahrtverbots für LKW´s über 12 t für die B 31 zwischen Freiburg und Donaueschingen vor dem Bau des immer weiter nach hinten geschobenen Stadttunnels ist für uns das gesamte Großprojekt ins Schwanken geraten. Der Bau des Stadttunnels mit all seinen negativen Begleitumständen wird für den neuen Vorstand die Herausforderung schlechthin. Der Wunsch eines kämpferischen Standings auf diesem Wege vom Verfasser. 

Meine letzte Ausführung gebührt dem Bürgerblatt. Es gehört eindeutig zur Haben Seite und kommt aufgrund seiner herausragenden Bedeutung für unseren Bürgerverein ganz zum Schluss. Mit ihm bündeln wir nicht nur Informationen für die Bewohner unserer drei Stadtteile, sondern wirken auch identitätsstiftend. Mit dem Bürgerblatt greifen wir regelmäßig politische Diskussionen auf und liefern eine Plattform, auf der Austausch stattfindet und Zukunft verhandelt wird. Diese Zukunftsgestaltung nicht mehr wie in den letzten Jahren mit „Richtungskompetenz“ inne zu haben, ist die schmerzlichste Folge des Amtsverzichtes. Aber c’est la vie.

Hans Lehmann, BV

Zasius-Seminarstraßen Kreuzungen wurden umgestaltet

Nachdem ein Fahrradfahrer Ecke Zasius-Bürgerwehrstraße starb, setzte sich der Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee vehement für eine Sicherheit erhöhende Umgestaltung der unübersichtlichen Kreuzungen in unserem Zuständigkeitsbereich ein. 

Ende 2020 wurde die Unfallkreuzung Zasius-Bürgerwehrstraße umgestaltet, Anfang Juli dieses Jahres folgten die vier restlichen Kreuzungen der Zasiusstraße von der Kreuzung Seminarstraße bis zur Dreikönigstraße.

Kreuzung Seminar-Zasiusstraße: die weit in die Zasiusstraße hineinragende Markierung gab Anlass zur Kritik. Foto: Lehmann

Die Reaktionen, die uns erreichten waren durchaus unterschiedlich. Die drastischste lautete „Fehlplanung“, die meisten äußerten sich jedoch wegen der nun übersichtlichen und damit sicheren Kreuzungen positiv. Wir vom Bürgerverein schließen uns dem Gesamtergebnis der Umgestaltung mit der Wertung positiv an.

                                                                                                  Hans Lehmann, BV

Wilhelm-Dürr-Straße: Spielstraße für einen Nachmittag

Großartige Mitmachangebote für Kinder und Familien im Stadtteil Waldsee

Im Rahmen des Projekts „Unser Klimaquartier Waldsee“, bei dem der Bürgerverein Kooperationspartner der Stadt Freiburg ist, wurde in Zusammenarbeit mit dem Kinderbüro und dem Umweltschutzamt im Juli drei Straßen für einige Stunden zu Spielstraßen. 

Reges Treiben auf der gesperrten Wilhelm-Dürrstraße am 9. Juli kurz nach 15.00 Uhr Foto: Lehmann
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Ortstermin an den Kartauswiesen

Auf Wunsch des Bürgervereins gab es Ende Juni einen Ortstermin mit Holger Mette-Christ vom Umweltschutzamt an den Kartauswiesen, um sich den Entwicklungsstand hin zu arten- und damit blumen- und insektenreichen Flachlandmähwiesen anzuschauen. Leider war es in den vergangenen Jahren vom Regierungspräsidium versäumt worden, den pachtenden Landwirt darauf aufmerksam zu machen, dass nicht mehr mir Gülle gedüngt werden durfte. Doch dieses Versäumnis ist nun ausgeräumt und entsprechend entwickelt sich die Wiese gut.

Wir zitieren aus der Zusammenfassung des Umweltamtes:

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Hirzberg-Exkursion des BUND

Die Hitze hat die rund 20 Teilnehmer nicht abgeschreckt, an der Hirzberg-Exkursion des BUND, Ortsgruppe Freiburg, teilzunehmen. Die Leiter, Christoph Bausch (Realschullehrer in Waldshut), Georg Paulus (ökologisches Gutachterbüro Arten, Biotope, Landschaft) und Henner Wenzel (Leiter des botanischen Arbeitskreises im BUND-Regionalverband), erklärten geduldig die verschiedenen blühenden Pflanzen am Wegesrand; immerhin gab es mehrmals schattige Plätzchen, wo man ihren Ausführungen zuhören konnte, ohne gebraten zu werden.

Witwenblumen und Schafgarben, von Gras überwuchert
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Unwetter schwemmt Kunstrasengranulat aus der Freiburger Fußballschule

Große Betroffenheit beim SC Freiburg

Interview mit Andreas Steiert, dem Leiter der Freiburger Fußballschule des SC- Freiburg, die im Möslestadion beheimatet ist

Das Interview führte Hans Lehmann

BBL: Herr Steiert, was geschah am Donnerstag, 10. Juni um 15.30 Uhr?

SC (Andreas Steiert): Ich war in meinem Büro und erlebte, wie ein Starkregen über dem Freiburger Osten niederging. In einer halben Stunde fiel über der Fußballschule 50 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und verwandelte das Trainingsgelände fast in einen Fluss. Das dabei aufgeschwemmte Granulat des Kunstrasenplatzes wurde dabei über die Sickerrinnen und Sickergrube aus dem Gelände hinweg Richtung Möslepark geschwemmt. Das hat es in den 20 Jahren zuvor nicht gegeben.

Wassermassen schwemmten vom höher gelegenen Kunstrasenplatz das Granulat über die darunter liegende Sickergrube Richtung Möslepark Foto: Lehmann
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Nicht aus unseren Stadtteilen, aber wichtig für alle Stadtbahnnutzer

Präzisionsarbeit war erforderlich, als neue Schienen in die Salzstraße geliefert wurden: rückwärts mit einem ca. 20 m langen Fahrzeug durchs Schwabentor. Aber „kein Problem“, meinte der Fahrer, „das mach ich jeden Tag.“ Er hatte die jeweils knapp 15 m langen Schienen von Billigheim-Ingenheim (Rheinland-Pfalz) nach Freiburg gefahren. Die Firma EasyRailTech hatte dort die von Voestalpine Rail Technology in Leoben (Steiermark) hergestellten Schienen zu Gleisjochen zusammengebaut und isoliert. EasyRailTech übernimmt auch den Einbau in der Salzstraße.

K.-E. Friederich, BV