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„OB vor Ort“: Bürgerkontakt erwünscht

Der in Zusammenarbeit mit dem OB-Büro und dem Bürgerverein organisierte Stadtteilbesuch von Oberbürgermeister Martin Horn lockte rund 80 Bewohner zum Stadtteil-Spaziergang. Zum anschließenden Bürgergespräch im Deutsch-Französischen Gymnasium waren es dann mehr als 100 Interessierte.

In den Vorbesprechungen zur Festlegung der Route des Stadtteil-Spaziergangs am 24. Oktober konnte der Bürgerverein seine Wünsche, die derzeitigen „Hot-Spot-Themen“ dem Oberbürgermeister „live“ zu präsentieren, umsetzen. So wurden mit den Knopfhäusle, dem Lycée Turenne und der zukünftigen „ Ganter- Knoten Stadttunnel- Großbaustelle“ drei der wesentlichen Themenschwerpunkte der derzeitigen Bürgervereins Arbeit in Augenschein genommen werden.

Sammelplatz vor dem ZO: Handschlagbegrüßung durch den OB Foto:zero-foto

Nach einer kurzen Begrüßung durch den OB und den Bürgervereins-Vorsitzenden ging es in die unmittelbar benachbarten Knopfhäusle. Die vorgetragenen Hauptanliegen der Bewohner der fast 150 Jahre alten Siedlung bündelten sich in zwei Wünschen. Sie wollen hier wohnen bleiben und das weiterhin zu bezahlbaren Mieten. Bürgerverein und Mieterbeirat unterstrichen die Wünsche, beide lobten die bisher sehr mieterfreundlich angelaufenen Voruntersuchungen. Um die Bedenken, die nach wie vor aus der Bewohnerschaft zu hören waren zu minimieren, schlug der Bürgerverein eine gestufte Vorgehensweise bei der Sanierung vor. Zuerst die bereits freistehenden Häuser sanieren, diese zur siedlungsinternen Härtefall- Umsiedlungen nutzen und gleichzeitig sanierte Beispiel-Modellhäuser für die Bewohner zu haben. Vom OB kam keine Gegenrede.

Die nächste Anlaufstation Lycée Turenne mit seinem seit 1992 leerstehenden, nicht sanierten Westflügel war für die allermeisten Teilnehmer Neuland und löste viele Unverständnis- Reaktionen aus. OB Horn brachte es auf den Punkt: „Jedem, der hier reingeht, schmerzt das Herz“. Der runde Tisch Lycée Turenne unter Federführung des Bürgervereins hat Anfang des Jahres ein Nutzungskonzept zur Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie vorgelegt, die von der Verwaltung zunächst weitgehend übernommen wurde. Bei den im September angelaufenen Ausschussberatungen zum nächsten Doppelhaushalt wurde die von uns angestrebte Machbarkeitsstudie wieder in Frage gestellt. Durch eine konzertierte Aktion zusammen mit den Fraktionen wird es jedoch wohl gelingen, zumindest die Machbarkeitsstudie im kommenden Haushalt zu verankern. Wir möchten jedoch die weitere Aussage des OB´s untermauern: „Es braucht nur wenig Phantasie, was man mit dem seit Anfang der 1990er Jahre leer stehenden und seither praktisch unberührten Gebäudeteil alles anstellen könnte“. Wenn nur dieser Konjunktiv nicht zu hören wäre! Von dieser Stelle jedoch versprochen: Der runde Tisch Lycée Turenne wird weiterkämpfen, die Sanierungszusage muss jetzt gelingen. Ein Vertrösten auf nächste Haushalte ist keine Lösung!

Dringender Wunsch der Schützenallee-Schulen: eine gemeinsame Mensa im früheren „Lehrerseminar Speisesaal“ Foto: zero-foto

Nur ca. 100 m Luftlinie vom Lycée Turenne entfernt liegt die Zukunfts- Mega-Baustelle „Ganter-Knoten“. Über viele Jahre wird eine gigantische Baustelle im Herzen unseres Stadtbezirkes besonders die angrenzenden Stadtteilbewohner, aber auch alle durch die Baustelle tangierten Verkehrsteilnehmer vor große Belastungen stellen. Die Lösung der stetig anwachsenden Umweltbelastung durch die oberirdischen Fahrzeugströme sehen wir jedoch trotz der zuvor beschriebenen Belastungen in diesem Stadttunnel. Bei allen Bedenken die auch wir haben, sehen wir den Bau des Stadttunnels als unabdingbar an. Als eine fest im Begleitgremium verankerte Institution werden wir dafür kämpfen, dass alles technisch Machbare zur Oberflächen Schadstoffreduzierung in diesem Tunnelbau zur Anwendung kommt, so dass nach der Fertigstellung unsere Vision eines durch wenig Schadstoffe belasteten Dreisamboulevards wahr werden kann. OB Horn formulierte hierzu vorsichtig: „Bis zum Stadtjubiläum hoffe ich, dass wenigstens ein Zeitplan steht, wann es mit dem Tunnelbau losgehen könnte“. Klar ist aber mein Ziel: „Das muss einhergehen mit einer Erweiterung der Innenstadt Richtung Dreisam“. Damit ist klar: Volle Übereinstimmung mit uns in Sachen zukünftigem Dreisamboulevard. Den Blick weiter westwärts gerichtet sah der OB das Ganter- Areal „als ein Gebiet mit großem Potenzial mit Fabrik-Chic“. Er will sich persönlich dafür einsetzten, dass die bereits 2011begonnenen Planungen zur Nutzung des Geländes als Wohngebiet und die Umbauten der historischen Gebäude endlich vorankommen. Anwesende Ganter-Immobilienvertreter versprachen den Bürgerverein in die Gespräche mit einzubeziehen.

Ca. weitere 50 Personen waren zum Bürgergespräch als zweiten Teil des Vor-Ort-Besuchs in die der Aula des Deutsch-Französischen-Gymnasiums gekommen. Eine Frage-Antwortrunde ohne Themenvorgabe stand an. Schwerpunkte hierbei waren:
Das Miteinander von Fuß- und Radverkehr, speziell an der Engstelle am Ganter-Areal.
Die zunehmende Vermüllung in der Stadt.
Von Nachtschwärmern verursachte Probleme im Bereich rund um die Schwabentorbrücke
Die Nutzung der alten Stadthalle als Begegnungszentrum, neudeutsch als „coworking space“ bezeichnet
Der OB kannte die angesprochenen Themen mit ihren Problematiken, verwies jedoch häufig auf die große Schwierigkeit bei deren Lösungen. Weitere Fragen thematisierten Einzelanliegen die im Nachgang von Herrn Joachim Fritz, dem neuen Stadtteilbeauftragten aufgenommen wurden.

Festzuhalten bleibt: Man merkt dem neuen Oberbürgermeister an, dass ihm der Bürgerkontakt sehr wichtig ist. Schließen möchte ich mit Worten aus Antoine de Saint-Exupéry „der kleine Prinz“: „Du bist ewig für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich“.

Hans Lehmann, BV

Stolpersteine Führung mit Marlis Meckel: Die Geschichte hinter den Namen ist es!

Einmal im Jahr bietet der Bürgerverein eine öffentliche Veranstaltung. Passend zur Erinnerung an die Freiburger Pogromnacht vor 80 Jahren entschieden wir uns dieses Jahr für eine Stolpersteine-Führung mit Marlis Meckel, der Initiatorin der Freiburger Stolpersteine, am Abend des 9. November. Eine eindrückliche, berührende, vor allem aber nachdenklich stimmende Veranstaltung.

Marlis Meckel (3. von links) am Sammelplatz vor dem alten Wiehre-Bahnhof kurz vor Führungsbeginn Foto: Lehmann

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Fertigstellung des Familienheim Neubaus Ecke Tal-Falkensteinstraße

Eine Woche vor dem Einzug der neuen Mieter*innen ab dem 1. Oktober 2018 wurde der Bürgervereins-Vorstand von der Baugenossenschaft Familienheim zu einem Informationstermin eingeladen. Wir konnten uns ein Bild über die 13 Wohnungen, vorwiegend kleinere 1-3 Zimmer Wohnungen machen. Die Wohnungen rangieren im Familienheimangebot mit einem m² Preis zwischen 8,00 – 11,50 Euro am oberen Ende. Das Haus hat einen Fahrstuhl und die Wohnungen sind behindertengerecht ausgeführt. Energetisch, licht- und schallschutzmäßig entsprechen sie dem aktuellen oberen Baustandard mit Fußbodenheizungen und großzügig geschnittenen Bädern. Große, bodentiefe Fenster sorgen auch in den wenigen Wohnungen ohne Balkon für viel Tageslicht.
Ebenfalls konnten wir uns über die Arbeit der Kindertagestätte „Pünktchen“ informieren, die bereits ab Anfang September mit 20 Plätzen belegt ist. Die Kinder die wir bei unserem Nachmittagsbesuch antrafen, fühlten sich sichtlich wohl.

Familienheim Neubau Ecke Tal-Falkensteinstraße Foto: Lehmann

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EINSTEIGEN BITTE… DAMIT BEI IHNEN NIEMAND EINSTEIGT!

Unter diesem Motto stand am 25. Oktober 2018 als besonderes Serviceangebot zum Thema “ Wirksamer Schutz vor Wohnungseinbruch“ der Infotruck des LKA Baden-Württemberg auf dem Platz vor der alten Stadthalle. Der Infotruck beherbergt eine komplette Beratungsstelle. Die Besucher bekamen dort einen schnellen und umfassenden Überblick, wie man sich durch mechanische und elektronische Sicherungstechnik schützen kann. Innerhalb der „Vor-Ort-Standzeit“ von vier Stunden ließen sich mehr als 60 Bürger*innen über Präventivmaßnahmen geben Wohnungseinbrüche informieren

Kriminalhauptkommissar Erny und BV Vorsitzender Lehmann vor den Info-Truck (von rechts) Foto: Lehmann

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Einweihung Maria-Hilf-Saal

Auftakt der Einweihung des neuen Maria-Hilf-Saales war der festliche Gottesdienst. Daran anschließender erfolgte die Segnung des Gemeindehauses. Die im Rahmen dieser Einweihungsfeier auftretenden Redner betonten durchweg die gelungene Architektur durch das Architektenbüro Rothweiler + Färber. Auf dem neu entstandenen Campus von Kirche, Saal und Pfarrhaus sowie dem Gelände des ebenfalls recht neuen Kindergartens entwickelte sich ein sehr schönes Herbstfest der Gemeinde Maria Hilf, bei dem auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt war.

Der neue Maria-Hilf-Campus Foto: Thoma

Der Bürgerverein gratuliert noch einmal der Gemeinde Maria-Hilf zu seinem neuen Gemeindesaal und freut sich in Zukunft eventuell gemeinsame oder Bürgerverein bezogene Veranstaltungen in den neuen Räumlichkeiten abhalten zu können. Nicht vergessen wollen wir uns von dieser Stelle für die stets offene und faire Zusammenarbeit der vergangenen Jahre zu bedanken.

Hans Lehmann, BV

Stand der Dinge in unserem Stadtteil

Vervollständigung der Bänke an der Nordseite der renaturierten Dreisam

Vier „gedoppelte“ und drei Einzelsitzbänke vervollständigen das Sitzangebot Foto: Lehmann

Nach der Fertigstellung der Renaturierungsarbeiten im Sommer 2013 konnten die 13 vor den Umbaumaßnahmen an der Nordseite stehenden Sitzbänke aufgrund ihres schlechten Zustandes nicht mehr verwendet werden. Der Bürgerverein organisierte daraufhin eine Spendenaktion, die dazu führte, dass in Zusammenarbeit mit der Stadt (GuT) ab der Saison 2015 sechs neue Bänke installiert werden konnten. (den damaligen Spender*innen noch einmal ein großes Dankeschön von dieser Stelle). Diese Zahl an Bänken entsprach jedoch in keiner Weise der starken Besucherfrequenz. Die Stadt sah sich außer Stande, die weiteren 7 fehlenden Bänke zu finanzieren. Der Bürgerverein hat nun mit den zugeteilten Stadtteil-Entwicklungs-Projektgeldern (STELL-Gelder) dafür gesorgt, dass ab Juli 2018 die ursprüngliche Zahl an Sitzbänken wieder erreicht wurde. Die durchweg positiven Rückmeldungen bestätigen die Richtigkeit des Projektgeld Einsatzes.

Fertigstellung des Familienheim Neubaus Ecke Tal-Falkensteinstraße

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„Légère“-Boule-Turnier auf dem Generationenspielplatz Laubenhof

Der Generationenspielplatz am Begegnungszentrum Laubenhof machte seinem Namen alle Ehre: Von jung bis alt wetteiferten 16 Teams um die Plätze. Und auch das Wetter sorgte dafür, damit das vom Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee und der Heiliggeistspitalstiftung zusammen mit den Partnern Freiburger Turnerschaft 1844 e.V. und Bad Dürrheimer ins Leben gerufene „Légère“-Boule-Turnier auch im vierten Jahr wieder ein voller Erfolg wurde. Der Bürgerverein nahm traditionsmäßig mit zwei Vorstandsmitgliedern teil, dieses Mal jedoch nicht als ein gemeinsames Team sondern aufgeteilt auf zwei Teams. Beirat Benedikt Mechler spielte mit Bürgermeister Ulrich von Kirchbach und der 1. Vorsitzende Hans Lehmann bildete mit Anja Heer aus der Geschäftsleitung der FT v. 1844 das zweite Team.

Turnier-Chef’ Raphael Henkes von der FT-Petanque-Abteilung erklärt noch einmal die Regeln. Foto: Stiftungsverwaltung

Dass das Turnier mittlerweile als feste Veranstaltungs-Größe im Freiburger Osten angekommen ist zeigte nicht nur die schnelle Besetzung des 16er Teilnehmerfeldes sondern auch die zahlreichen Zuschauer. Stiftungsdirektorin Marianne Haardt und der Leiter des Dienstleistungszentrums Heiliggeistspitalstiftung, Christoph Weiß würdigten dies als besonders erfreulicher Nebeneffekt des Turniers.

Hans Lehmann, BV

Freiburger Tafel

Freiburger Tafel: Lebensmittel retten, bedürftigen Menschen helfen

Armutsbekämpfung, Nachhaltigkeit, Ehrenamt und Integration sind Themen, denen sich die Freiburger Tafel Tag für Tag zu stellen hat. Es lohnt sich, über diese bei uns gelegene ehrenamtliche Sozialeinrichtung ersten Grades mehr zu erfahren

Tafelladen Freiburg in der Knopfhäusle-Siedlung, Schwarzwaldstraße 58a Foto: Lehmann

Beim Thema Armut kommt den meisten Menschen nicht als erstes Deutschland in den Sinn, eine der reichsten Nationen der Welt. Und doch leben hier Millionen Menschen, die von Armut betroffen oder bedroht sind. In der Regel handelt es sich dabei nicht um existenzielle Armut, also eine Armut, bei der das Leben, etwa durch einen signifikanten Mangel an Lebensmitteln, unmittelbar in Gefahr ist. Dennoch leben die Betroffenen in Deutschland im Vergleich zur übrigen Bevölkerung mit erheblichen Einschränkungen. Von Armut bedrohte oder betroffene Menschen wenden den größten Teil ihres Einkommens für die Sicherung elementarer Lebensbedürfnisse auf. Für den Kauf von Lebensmitteln bleiben ihnen meist nur wenige Euro pro Tag, die für sämtliche Mahlzeiten ausreichen müssen. Frisches Obst und Gemüse, Fleisch und Milchprodukte werden zu Luxusgütern, die sich Bedürftige nur selten leisten können. Für die Pflege mitmenschlicher Kontakte und soziale Teilhabe bleibt selten Geld übrig. Die möglichen Folgen sind vielfältig: Mangelernährung, hohe Krankheitsanfälligkeit, soziale Isolation, Suchtprobleme.
Die Tafeln in Deutschland setzen sich dafür ein, die Folgen der Armut in einem Land des Überflusses etwas zu lindern – und den Betroffenen den Alltag etwas zu erleichtern.

Mitarbeite*innen der Freiburger Tafel beim Obst-und Gemüserichten Foto: Lehmann

Das Prinzip aller Tafelläden in Deutschland ist, der Verschwendung von Lebensmittel entgegen zu wirken. Jeden Tag werden etliche Tonnen Lebensmittel vernichtet, die nicht mehr “verkaufsschön“ sind. Die Freiburger Tafel sammelt diese Lebensmittel ein, sortiert sie und verteilt sie an nachweislich Bedürftige, immer gegen ein geringes Entgelt (ca. 10% des regulären Preises). Damit schaffen sie eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel.

Ein zentrales Herzstück der Tafel-Arbeit ist das ehrenamtliche Engagement. Die Bandbreite der Einsatzbereiche der ehrenamtlichen Helfer ist vielfältig. Von der Arbeit als Fahrer oder im Lager über den Einsatz bei der Ausgabe und Verarbeitung von Lebensmitteln bis zur Mitarbeit in Verwaltung und Organisation.
Die Tafeln leben Vielfalt. In die Freiburger Tafel kommen Menschen verschiedener Bildung, Religion und Kultur, verschiedenen Alters und Geschlechts, aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten zusammen. Besonders für Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen oder sich in Notlagen befinden, ist die Tafel Anlaufstelle und Treffpunkt, ein Ort von Kommunikation, Miteinander, Unterstützung und Gastfreundschaft. Viele von ihnen haben eine Zuwanderungsgeschichte. Bei der Freiburger Tafel finden sie ein Netzwerk, das ihnen Selbstvertrauen und Hilfe gibt, um ihren Alltag zu bewältigen. Einige engagieren sich selbst als ehrenamtliche Helfer. So sorgen die Tafeln aktiv für Integration. Als Kunden, Helfer und Spender sind der Freiburger Tafel alle willkommen, die andere respektieren und Vielfalt als Bereicherung begreifen. Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt haben hier keinen Platz.
Wenn Sie sich angesprochen fühlen und sich ehrenamtlich bei der Freiburger Tafel engagieren wollen, nehmen Sie Kontakt auf unter: Tel. 0761-2 92 72 44; Mail info@freiburger-tafel.de oder postalisch: Tafel e.V. Schwarzwaldstraße 58a, 79117 Freiburg. Mehr Infos unter www.freiburger-tafel.de. Besonders gesucht: ehrenamtliche Fahrer.
Hans Lehmann, BV

Freiburger Tafel Vorsitzende Annette Theobald Foto: Lehmann

Interview mit Annette Theobald, der ehrenamtlich tätigen Vorsitzenden der Freiburger Tafel. Das Interview führte Hans Lehmann

BBL: Frau Theobald, seit ca. einer Stunde bin ich hier bei Ihnen im Tafelladen. Um uns herum herrscht reges Treiben. Vor dem Laden die in Schlange stehende Kundschaft, im Laden Personal im Verkauf, an den Kassen, in der Verwaltung, bei der Lebensmittel-Vorbereitung und vor der Anlieferungsgarage stehen zwei Transporter mit frischer Ware. Sie mitten drin. Geht das hier jeden Tag so zu?

AT (Annette Theobald): Ja, das ist das übliche Tagesgeschäft. Die Freiburger Tafel versorgt gegenwärtig ca. 2600 Haushalte mit ca. 6100 Personen. Durchschnittlich kaufen täglich 300 Haushalte bei der Tafel ein. Pro Monat werden ca. 62 Tonnen Lebensmittel eingesammelt und von unseren drei Kühltransportern hierher geliefert. Unsere siebenköpfige ehrenamtliche Vorstandschaft trifft sich monatlich zur Bearbeitung der vielfältigen Aufgaben des gesamten „Tafellebens“.

BBL: Vorsitzende des Tafelladens zu sein, was bedeudet das?

AT: Die Freiburger Tafel wird von ca. 200 ehrenamtlichen Helfer*innen unterstützt, davon sind ca. ein Drittel im Fahrdienst tätig. Dieses Personal alleine ehrenamtlich zu managen, wäre bei dem ständigen Bürokratieanstieg nicht zu bewältigen. Wir haben mittlerweile 6,5 Stellen für hauptamtlich tätige Mitarbeiter*innen. Als Vorsitzende bin ich jeden Morgen an den Öffnungstagen vor Ort und mit der Gesamtorganisation beschäftigt, ich übernehme aber auch die Repräsentation des Vereins nach außen. Dass dies zusätzlich sehr, sehr viele Abende und Wochenenden bedeutet, brauche ich Ihnen als Vorsitzender eines Bürgervereins nicht zu erläutern.

BBL: Seit wann gibt es die Tafelladen-Idee und seit wann den Tafelladen Freiburg?

AT: Die Tafelladen-Idee Deutschland hat gerade ihr 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Der Tafelladen Freiburg wurde im März 1999 gegründet. Er besteht damit im März 2019 zwanzig Jahre. Ich war von Anbeginn dabei und übernahm 2011, also vor acht Jahren, den Vorsitz.

BBL: Können Sie uns etwas über die Entstehungsgeschichte hier in Freiburg sagen?

AT: Die Hauptrolle bei der Gründung unserer Freiburger Tafel spielten sozial engagierte Frauen, vornehmlich aus Ebnet. Als „Gründungsmutter“ sei Frau Dr. Remmer genannt. Große Unterstützung erfuhren wir damals aber auch durch die Caritas, die Diakonie und der ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen) als assoziierte Mitglieder.

BBL: Der Tafelladen Freiburg war zu Anbeginn am Adelhauser Platz, dann in der unteren Schwarzwaldstraße 16, nun hier in einem Neubau in der mittleren Schwarzwaldstraße 58 a in den Knopfhäusle. Wie kam es zu dem Umzug und wem gehört dieses Haus?

AT: Der alte Laden war durch die stark ansteigenden Nutzerzahlen viel zu klein geworden. Durch eine hervorragende Kooperation mit der Stadt – hier sei vor allem der ehemalige Finanzbürgermeister Otto Neideck genannt –, konnte die Tafel das Haus so finanzieren, dass wir mittlerweile schuldenfreier Besitzer des Erd- und Untergeschosses sind. Die oberen Räume gehören der Freiburger Stadtbau. Zugute kam uns dabei, dass mein Mann als Bauingenieur nicht nur die Projektidee für das geeignete Grundstück hatte, sondern auch die Pläne für den Tafelladen erstellen konnte.

BBL: Ich habe zuvor mit einem recht jungen Mitarbeiter gesprochen. Er berichtete mir, dass er Auszubildender bei Ford Ernst & König ist und dass zu seinem Ausbildungsprogramm ein zweiwöchiges Praktikum hier im Tafelladen gehört. Ist das ein Einzelfall?

AT: Ja, die Firma Ernst & König stellt jedoch im Reigen der vielen, vielen Firmen, die uns unterstützen – für deren Engagement ich mich an dieser Stelle auch noch einmal ausdrücklich bedanken möchte – eine Ausnahme dar; ca. 80 Auszubildende dieser Firma sind in diesem Praktikumsprogramm.

BBL: Frau Theobald, im Leitartikel dieses Bürgerblattes haben wir über Grundsätzliches der Freiburger Tafel berichtet und am Schluss einen Aufruf zur Mitarbeit – besonders im Fahrer-Bereich – getätigt. Über wen und wie man in der Tafel einkaufen kann, haben wir jedoch noch nicht gesprochen. Geht das in Kürze?

AT: Nein, das geht nicht in Kürze. Und wenn ich das hier erklären soll, ist das auch viel zu detailliert. Für Auskünfte dieser Art bitte 0761-2927244 anrufen oder sich unter www.freiburger-tafel.de erkundigen.

BBL: Frau Theobald, vielen Dank für dieses Interview, im Namen des Bürgervereins herzlichen Dank für Ihr herausragendes Engagement und vor allem Ihnen persönlich alles Gute für die weitere Arbeit bei der Freiburger Tafel.

„OB vor Ort“ Mi, 24. Oktober 2018

Stadtteilgesprächsreihe des Oberbürgermeisters „OB vor Ort“
im Stadtbezirk Oberwiehre-Waldsee-Oberau
Mittwoch, 24. Oktober 2018

Die vor Ort Termine gliedern sich in zwei Veranstaltungsabschnitte

Spaziergang: ab 17.30 Uhr. Treffpunkt und Start auf dem Platz zwischen den Knopfhäusle und dem Zentrum Oberwiehre (ZO). Die genaue Spaziergangroute wird BV Mitgliedern per Rundmail mitgeteilt, eine öffentliche Mitteilung erfolgt über die Presse.

Bürgergespräch: 19.00 – 21.00 Uhr, Foyer des Deutsch-Französischen Gymnasiums; Runzstraße 83, 79102 Freiburg im Breisgau

Unter dem Titel „OB vor Ort“ lädt der Oberbürgermeister alle Stadtteilbewohner der Oberwiehre-Waldsee-Oberau herzlich ein. Nach einem öffentlichen
Spaziergang mit Vertreter*innen des Bürgervereins findet für alle Interessierte ein Bürgergespräch im Deutsch-Französischen Gymnasium statt. Dabei sollen Fragen und aktuelle Themen des Stadtbezirks zur Sprache kommen. Die Stadtteilgesprächsreihe „OB vor Ort“ sollen dann monatlich in allen Stadtbezirken fortgeführt werden. Das Folge-Gespräch findet am 28. November 2018 in Opfingen ) und am 13. Dezember 2018 im Rieselfeld statt.

Hans Lehmann, BV