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Leser*innenbrief: Wiehre für alle ODER Wiehre für uns allein?

Sehr geehrte Vorstandsmitglieder*innen des Bürgervereins Oberwiehre-Waldsee e.V., mit völligem Unverständnis nehme ich Ihre Position zu dem geplanten Neubauvorhaben der Familienheim-Genossenschaft in der Quäkerstraße wahr. Anstatt froh zu sein, dass auch in unserem Stadtteil Wiehre endlich etwas getan wird, um mehr bezahlbaren Wohnraum für Familien und auch alte Leute zu schaffen, unterstützen Sie mit Ihrem Verein die Prüfung einer Erhaltungssatzung für den Wohnbestand des Familienheims. Sie machen sich damit leider sehr unkritisch die Verweigerungshaltung der sogenannten Mieterinitiative „Wiehre für alle“ zu eigen, die sich in egoistischer Weise jeglichen Dialogs und Kompromisses mit dem Familienheim verweigert. Sie nennen sich zwar „Wiehre für alle“, aber meinen eigentlich nur sich selbst damit, da sie vorübergehend (!) aus ihren Wohnungen ausziehen müssten für den Neubau. Das ganze würde zwar unter traumhaften Bedingungen geschehen, wie sie sonst wohl kaum ein Unternehmen auf dem freien Wohnungsmarkt bieten würde (Umzugskosten werden übernommen – Wiedereinzug garantiert – KEINE Mietsteigerungen nach dem Rückzug in die NEUEN Wohnungen usw.), aber es geht der Initiative offenbar nicht darum, sondern nur um ihr „angestammtes Wohnrecht“ in diesen Häusern. Dabei ist Ihnen jedes Mittel recht und sie schießen über die Medien dann auch gerne mal mit politischen Kanonen wie „Gentrifizierung“ und einer von der Initiative selbst (!) durchgeführten sogenannten „Sozialdatenerhebung“ auf den Genossenschafts-Spatzen „Familienheim“. Wahrscheinlich lachen sich Sauer, Unmüßig und Co. dabei ins Fäustchen, wenn sie mitverfolgen, wie ausgerechnet die Familienheim-Genossenschaft ins Visier der Öffentlichkeit gerät. Mir vergeht da allerdings mittlerweile das Lachen.

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