Erfahrungsbericht aus dem „Klimaquartier Waldsee“

Freitagnachmittag, Ende Juli. Rund 10 Personen stehen bei uns vor der Garage und informieren sich über unsere Balkon-Solaranlage nebst einer selbst konzipierten Inselanlage. Eigentlich waren 21 Personen angemeldet. Nicolai Prinz, ein kompetenter Referent der Energieagentur erläutert die Hintergründe zum Thema und ich als Mieter des Hauses meine Anlagen. Der Erwerb einer Balkon-Solaranlage wird von der Stadt mit 200,- Euro gefördert, sodass meine Anlage somit lediglich rund 200,- Euro gekostet hat.
Nur durch Zufall habe ich über diverse Nebenan.de-Beiträge im Frühjahr diesen Jahres vom städtischen Quartiers-Projekt erfahren. Auf dem Weg ein nachhaltiges Leben zu führen war für mich als Quartiersbewohner sofort klar, „Ich werde aktiv dabei sein!“


Erste Kontakte mit der städtischen Stabsstelle bremsten meinen Elan schon an der Tatsache, dass die zuständigen Mitarbeiterinnen kein schlüssiges Konzept für die Projektsteuerung und Vernetzung der Projekte und Aktiven hatten. Ganz abgesehen von mangelnder Werbung und unvollständiger Bewohnerinformationen. Zuletzt gab es dann Mitte Juli ein erstes Koordinierungstreffen mit effektiv nur rund 6 Aktiven aus dem Quartier.
2 Projekte, an denen ich mitgewirkt hatte fanden mangels Teilnehmer nicht statt:
Naturnahes Gärtnern sowie Fassaden- und Dachbegrünung.
Als weiteres Projekt organisierte ich mit einem Imker im Stadtteil einen Tag der offenen Tür. Hier hatten wir das eigenständig organisiert und auch einige Interessenten begrüßen können.
Aktuell steht noch ein Wiesenprojekt am Römerhof an sowie eine Aufklärungstour zum Thema Entsiegelung von öffentlichen und privaten Flächen, um mehr Regenwasser im Erdreich zu entwässern. Ziel ist dabei die Kanalisation nebst Kläranalagen zu entlasten und den Bäumen und Grundwasser mehr Regen zuzuführen.

Thomas Hertle, BV