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Gedenkfeier: 200. Geburtstag Maximilian Dortu am 29. Juni

Kundgebung am Montag, 29. Juni, 18 Uhr auf dem Alten Wiehre-Friedhof (Ecke Erwin-/Dreikönigsstraße)

Auf dem damaligen Friedhof der Wiehre wurden im Sommer 1849 drei Freiheitskämpfer, die sich in der Badischen Revolution engagierten, von preußischen Kommandos hingerichtet: Maximilian Dortu, Friedrich Neff und Gebhard Kromer. Der am 31. Juli hingerichtete Jurastudent Maximilian Dortu, 23 Jahre alt, wurde am 29. Juni 1826 in Potsdam geboren. Seine Grabstätte ist ein wichtiger Erinnerungsort der Freiburger Demokratiegeschichte. Die Grabstätte wurde von Dortus Eltern errichtet und die Stadt Freiburg verpflichtete sich, das Grab „auf ewige Zeiten“ zu pflegen. Anlässlich Dortus 200. Geburtstag gedenken die Bürgervereine Oberwiehre-Waldsee-Oberau sowie Mittel- und Unterwiehre, die Freiburger Bürgerstiftung und die Initiative zur Erinnerung an die Badische Revolution an die Vorkämpfer für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte. Auf der Kundgebung spricht Dr. Florian Hoffmann, Leiter des Stadtarchivs Freiburg. Schauspieler und Sänger gestalten die Erinnerungsstunde kulturell.

Freiburger Stadtbau und Stadt Freiburg erhalten Otto-Borst-Preisfür die Knopfhäusle-Siedlung

Auszeichnung für herausragende Maßnahmen der Erhaltung, Sanierung, Umnutzung und des Weiterbauens

Hohe Würdigung für eine vorbildliche Sanierung: Die Knopfhäusle-Siedlung
wurde diese Woche bei der internationalen Städtetagung des Vereins
„Forum Stadt – Netzwerk historischer Städte“ in Trier mit dem Otto-Borst-
Preis 2026 in der Kategorie „Quartier“ ausgezeichnet. Das Netzwerk
historischer Städte vergibt alle zwei Jahre den Preis für Stadterneuerung, der
Leistungen in Erhaltung, Sanierung, Umnutzung und Weiterbau auszeichnet.
In diesem Jahr erhalten ihn der Freiburger Stadtbau Verbund (FSB) und die
Stadt Freiburg. Insgesamt waren 17 Beiträge in den Kategorien Freiraum,
Quartier, Einzeldenkmal, Besonderer Ort, Stadtbaustein und Ensemble für
den Otto-Borst-Preis nominiert.
„Da hat sich unsere Liebe zum Detail ausgezahlt“, so der Erste Bürgermeister
Martin Haag nach Bekanntwerden der Auszeichnung: „Ich freue mich für alle,
die mit so viel fachlicher Expertise, aber auch mit Kreativität, Pragmatismus
und Begeisterung an der Sanierung mitgewirkt haben. Vor allem aber freue
ich mich mit den Mieterinnen und Mietern über ihr ausgezeichnetes
Zuhause.“
Seit 2020 saniert die FSB die Knopfhäusle-Siedlung denkmalgerecht. So
erfüllt die historische Arbeitersiedlung die heutigen Anforderungen und
behält gleichzeitig ihren ursprünglichen Charakter. Auch der Wohnkomfort
hat sich deutlich verbessert und ein Stück Freiburger Bau- und
Sozialgeschichte ist erhalten geblieben.
„Die Sanierung der Knopfhäusle-Siedlung stellt den denkmalgeschützten
Ensemblecharakter konsequent in den Mittelpunkt. So zeigt das Projekt, wie Denkmalschutz, Baukultur und sozialer Wohnungsbau dauerhaft vereinbar sind“, betont Magdalena Szablewska, technische Geschäftsführerin der FSB.
Matthias Müller, kaufmännischer Geschäftsführer der FSB, ergänzt: „Ein Projekt dieser Größenordnung wäre ohne Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ von Bund, Land und Stadt nicht möglich. Die Städtebauförderung und die KfW-Mittel schaffen die Grundlage dafür, dass wir historische Gebäude modernisieren und gleichzeitig faire Mieten sichern können.“
Vor der Sanierung haben Bauhistorikerinnen die Gebäude untersucht und ein zukunftsfähiges Erhaltungskonzept entwickelt. Auch die Mieterinnen haben sich beteiligt. Wichtig waren bei der Sanierung die Bedürfnisse der Bewohner*innen sowie der Denkmalschutz.
Die Knopfhäusle Siedlung war die erste badische Arbeitersiedlung, die zwischen 1869 und 1886 für die damals an der Kartäuserstraße ansässige Knopffabrik erbaut wurde. Zu den kleinen Reihenhäusern in der heutigen Oberwiehre gehörten Gärten sowie die Sonderbauten „Meisterhäuser“, „Mädchenwohnheim“, „Kleinkindbewahranstalt“ und ein Verwaltungsgebäude. Nachdem die Produktion in Freiburg aufgegeben wurde, veräußerte die Firma Risler das gesamte Areal an die Stadt. Seit 2013 gehören die Gebäude der Freiburger Stadtimmobilien (FSI), die zum Stadtbau Verbund gehört.
Mehr Informationen gibt es unter www.freiburg.de/knopfhaeusle und https://www.wohneninfreiburg.de/bauensanieren/sanierungsprojekte/knopfhaeusle-siedlung.